Südliche Glanz-Krabbenspinne (Synema globosum)

Synema globosum ist als Lauerjäger aktiv

Name

Südliche Glanz-Krabbenspinne (Synema globosum)

Familie

Thomisidae (Krabbenspinnen)

Körpergröße

Weibchen 7–9 mm, Männchen 3–4 mm Körperlänge

Merkmale

Synema globosum gehört zu den auffälligsten heimischen Krabbenspinnen. Das Hinterleib der Weibchen zeigt ein charakteristisches, leuchtend rotes bis orangefarbenes Muster auf schwarzem Grund, das an ein stilisiertes Gesicht oder eine Maske erinnert. Die Grundfarbe des Abdomens ist schwarz, mit einer markanten roten oder gelben Zeichnung, die je nach Individuum variieren kann. Die Beine sind kräftig und seitlich ausgerichtet – typisch für Krabbenspinnen, die sich seitwärts bewegen können. Der Vorderkörper (Prosoma) ist hellgelb bis gelblich-grün gefärbt. Männchen sind deutlich kleiner und unauffälliger gezeichnet als Weibchen.

Lebensraum

Die Südliche Glanz-Krabbenspinne bevorzugt warme, sonnige Standorte wie Waldränder, Trockenrasen, Magerwiesen und gebüschreiche Säume. Sie lauert bevorzugt in Blüten – besonders in Doldenblütlern und Korbblütlern – auf Beute. Adulte Tiere sind von Mai bis Juli anzutreffen. Die Art ist wärmeliebend und in Mitteleuropa vor allem in südlichen und wärmebegünstigten Regionen verbreitet, etwa im Rheintal, in Süddeutschland und in der Schweiz.

Besonderheiten

Synema globosum ist ein reiner Lauerjäger und baut kein Fangnetz. Sie überwältigt Insekten – darunter auch deutlich größere Bienen und Schwebfliegen – mit einem gezielten Giftbiss in der Blüte. In Niedersachsen gilt die Art als selten und wird auf der Roten Liste in Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen Krabbenspinnen der Gattung Thomisus oder Misumena möglich, doch das kontrastreiche schwarz-rote Muster macht Synema globosum in der Regel gut erkennbar. Die auffällige Färbung dient vermutlich der Warntracht gegenüber Fressfeinden.