Gestreifte Moosassel (Philoscia muscorum)

Gestreifte Moosassel Philoscia muscorum

Name

Gestreifte Moosassel (Philoscia muscorum)

Familie

Philosciidae

Körpergröße

Körperlänge 7–12 mm

Merkmale

Die Gestreifte Moosassel ist eine mittelgroße Landassel mit einem charakteristisch gefärbten Körper. Der Rücken zeigt ein braun-orangefarbenes Grundmuster mit einem deutlichen dunklen Längsstreifen entlang der Körpermitte, der namensgebend für die Art ist. Adulte Tiere besitzen einen fast vollständig schwarzen Kopf, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur sehr ähnlichen Art Philoscia affinis darstellt, die einen eher bräunlich marmorierten Kopf aufweist. Die Körperoberfläche wirkt glänzend und ist fein strukturiert. Die Beine sind vergleichsweise lang, was der Art ihre auffällige Beweglichkeit verleiht.

Lebensraum

Die Gestreifte Moosassel bewohnt feuchte, strukturreiche Lebensräume wie Hecken-Biotope, artenreiche Wiesen und Wälder verschiedener Ausprägung. Die Tiere halten sich bevorzugt unter Totholz, in feuchter Laubstreu oder unter Steinen auf. Ein entscheidender Habitatfaktor ist eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, da die Art wie alle Landasseln empfindlich gegenüber Austrocknung ist. Philoscia muscorum ist in weiten Teilen Europas verbreitet und zählt in geeigneten Biotopen zu den häufigeren Asselarten. Aktiv ist die Art ganzjährig, bei milden Temperaturen auch im Winter, besonders lebhaft jedoch von März bis Oktober.

Besonderheiten

Ein auffälliges Verhaltensmerkmal der Gestreiften Moosassel ist ihre im Vergleich zu anderen heimischen Asselarten ausgeprägte Schnelligkeit. Bei Störungen ergreift sie rasch die Flucht, anstatt sich wie etwa die Kugelassel zu einem Ball zusammenzurollen. Diese Fluchtreaktion macht die Bestimmung im Freiland mitunter schwierig. Anders als viele Asseln kann Philoscia muscorum kein Kugelungsverhalten zeigen, da ihr Körperbau dies nicht erlaubt. Die Art gilt als ungefährdet und ist ein nützlicher Zersetzer organischen Materials im Ökosystem. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit Philoscia affinis, die jedoch seltener und auf die Kopffärbung hin zu prüfen ist.