Laubspringspinne oder Rüsslerspinne (Ballus chalybeius)
Name
Laubspringspinne oder Rüsslerspinne (Ballus chalybeius)
Familie
Salticidae (Springspinnen)
Körpergröße
Körperlänge 3–4 mm
Merkmale
Ballus chalybeius ist eine sehr kleine, gedrungen gebaute Springspinne mit einer charakteristischen Beinzeichnung. Der Körper ist kompakt gebaut, wie bei Springspinnen typisch, mit einem auffällig großen vorderen Augenpaar. Die Grundfärbung ist bräunlich bis dunkelbraun. Beim Weibchen ist der Hinterleib hellbraun bis gelblich mit einer dunkleren Zeichnung, während das Männchen insgesamt deutlich dunkler gefärbt ist. Die Beine sind hell gefärbt und mit charakteristischen dunkelbraunen Ringeln und Strichen versehen; beim Männchen ist das erste Beinpaar deutlich verdickt und dunkler. Zusammen mit der Körperfärbung und der Beinzeichnung lässt sich die Art von ähnlichen Springspinnen unterscheiden, eine sichere Bestimmung kann jedoch eine genauere Untersuchung erfordern.
Lebensraum
Die Laubspringspinne besiedelt lichte Wälder, Waldränder und Hecken-Biotope. Sie hält sich bevorzugt in der niederen Vegetation auf, etwa auf Blättern und Zweigen von Sträuchern und krautigen Pflanzen, wo sie aktiv nach Beute Ausschau hält oder auf geeignete Beutetiere wartet. Die Erscheinungszeit der adulten Tiere erstreckt sich von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Trotz ihrer weiten Verbreitung in Mitteleuropa wird Ballus chalybeius aufgrund ihrer geringen Körpergröße häufig übersehen und gilt daher als untererfasste Art. Wie alle Springspinnen besitzt sie kein Fangnetz, sondern jagt ihre Beute aktiv mit einem gezielten Sprung, gesichert durch einen Sicherheitsfaden. Das Sehvermögen ist für Spinnen außergewöhnlich gut entwickelt. Männchen führen vor der Paarung auffällige optische Balzrituale durch. Die Art gilt als nicht selten, ist jedoch im Freiland ohne optische Hilfsmittel kaum zu entdecken.