Rotbuchen-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora linearia)

Rotbuchen-Gürtelpuppenspanner Cyclophora linearia

Name

Rotbuchen-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora linearia)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Spannweite: 24–33 mm

Merkmale

Der Rotbuchen-Gürtelpuppenspanner ist ein mittelgroßer Spanner mit einer Flügelspannweite von 24 bis 33 mm. Die Flügel sind hellgelblich bis ockerfarbig und tragen feine, wellige Querlinien, die über Vorder- und Hinterflügel gleichmäßig verlaufen – ein typisches Merkmal der Gattung Cyclophora. Im Zentrum beider Flügel befindet sich oft ein kleiner, dunkler Mittelpunkt. Die Unterseite spiegelt die Zeichnung der Oberseite wider. Die Raupen sind schlank, gut getarnt und zeigen eine grünliche bis bräunliche Grundfärbung, die sie an Buchenknospen und Blättern nahezu unsichtbar macht.

Lebensraum

Die Art besiedelt Laub- und Mischwälder, in denen Rotbuchen (Fagus sylvatica) als Hauptbaumart vorkommen. Bevorzugt werden strukturreiche, schattige Waldbestände, aber auch Waldränder mit Buchenbewuchs werden angenommen. Die Raupen fressen vorwiegend das Blattgewebe der Rotbuche, seltener auch an Heidelbeere. Der Rotbuchen-Gürtelpuppenspanner ist zweigenerationig und fliegt von April bis September, wobei die erste Generation im Frühjahr und die zweite im Hochsommer erscheint.

Besonderheiten

Die Art kann leicht mit anderen Vertretern der artenreichen Gattung Cyclophora verwechselt werden, etwa mit dem Heidelbeer-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora porata) oder dem Gepunkteten Eichen-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora punctaria). Eine sichere Bestimmung erfordert oft eine genaue Betrachtung der Flügelzeichnung oder eine Genitaluntersuchung. Die Überwinterung erfolgt als Puppe. Aufgrund der engen Bindung an Buchenbestände ist die Art auf intakte, naturnahe Laubwälder angewiesen und gilt als Indikator für gut erhaltene Buchenwälder in Mitteleuropa.