Palpenmotte Recurvaria leucatella
Name
Recurvaria leucatella
Familie
Gelechiidae (Palpenmotten)
Körpergröße
Spannweite 14–15 mm
Merkmale
Recurvaria leucatella ist ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Gelechiidae. Die Flügel sind überwiegend weißlich bis cremeweiß gefärbt und zeigen ein charakteristisches Muster aus dunklen, schwarzbraunen Flecken und Punkten. Die Vorderflügel wirken dadurch kontrastreich gezeichnet. Wie für Palpenmotten typisch, sind die Labialpalpen auffällig lang und nach oben gebogen, was der Artengruppe ihren deutschen Namen eingebracht hat. Die Hinterflügel sind graubraun und einfarbiger als die Vorderflügel. Mit einer Spannweite von nur 14 bis 15 mm zählt die Art zu den kleineren Vertretern ihrer Familie.
Lebensraum
Die Art besiedelt strukturreiche Offenlandschaften und Halboffenlebensräume: Waldränder, Streuobstwiesen, Gärten und Hecken-Biotope gehören zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten. Entscheidend ist das Vorhandensein baum- oder strauchförmiger Rosengewächse wie Schlehe, Weißdorn, Eberesche, Apfel oder Birne, die als Raupenfutterpflanzen dienen. Die Raupen leben verborgen zwischen zusammengesponnenen Blättern dieser Wirtspflanzen. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Juni bis Juli.
Besonderheiten
In Obstgärten kann Recurvaria leucatella gelegentlich als wirtschaftlicher Schädling auftreten, da die Raupen Blätter von Kulturobstgehölzen wie Apfel und Birne zusammenspinnen und schädigen. Die Art gehört zu den sogenannten Miniermotten-Verwandten, ist jedoch kein echter Minierer. Verwechslungen sind mit anderen weißlich gezeichneten Kleinschmetterlingen der Gattung Recurvaria möglich, etwa Recurvaria nanella, die ebenfalls an Rosengewächsen lebt und ähnliche Biotope bewohnt. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung der Genitalstrukturen. Über die Überwinterungsstrategie und die genaue Anzahl der Generationen pro Jahr liegen für Mitteleuropa begrenzte publizierte Daten vor; es wird in der Regel von einer Generation jährlich ausgegangen.