Dungfliege Norellisoma spinimanum

Norellia spinimanum Lebensräume

Name

Norellisoma spinimanum

Familie

Scathophagidae (Dungfliegen)

Körpergröße

Körperlänge ca. 6 mm

Merkmale

Norellisoma spinimanum ist eine mittelgroße Fliege mit einer Körperlänge von etwa 6 mm. Der Körper ist schlank gebaut und weist eine typisch graubraune bis gelbliche Grundfärbung auf, wie sie für viele Vertreter der Dungfliegenfamilie charakteristisch ist. Die Beine sind auffällig bedornt, worauf das Artepitheton spinimanum – zu Deutsch etwa bestachelhand – direkt hinweist. Die Flügel sind leicht gebräunt und deutlich geädert. Wie bei anderen Scathophagiden ist der Körper mit feinen Borsten besetzt, die bei der Bestimmung wichtige Merkmale liefern. Die Art ist unter dem Synonym Norellia spinimanum bekannt, was bei der Literaturrecherche zu beachten ist.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist daher vergleichsweise häufig anzutreffen. Bevorzugte Biotope sind Waldränder, Ruderalflächen, Kiesgruben sowie die Uferbereiche von Bächen, Flüssen und anderen Gewässern. Diese Vorliebe für strukturreiche, oft gestörte oder halboffene Standorte macht die Art zu einem typischen Bewohner von Übergangszonen. Die Larvalentwicklung erfolgt vermutlich in organisch reichem Substrat, wie es an solchen Standorten häufig vorhanden ist. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von April bis Oktober und umfasst damit einen langen Zeitraum von gut sieben Monaten.

Besonderheiten

Norellisoma spinimanum gilt in Niedersachsen als häufigster Vertreter seiner Gattung, was auf eine gute Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume schließen lässt. Die Gattung Norellisoma gehört zur Familie der Scathophagidae, die im deutschen Sprachraum als Dungfliegen bezeichnet werden, obwohl nicht alle Arten tatsächlich auf Dung angewiesen sind. Viele Vertreter der Familie leben räuberisch oder besuchen Blüten zur Nahrungsaufnahme. Das gültige Synonym Norellia spinimanum findet sich noch in älteren Bestimmungswerken, sodass bei der Literaturrecherche beide Namen berücksichtigt werden sollten. Über eine besondere Gefährdung der Art liegen derzeit keine Hinweise vor.