Gelbe Getreidefliege (Opomyza florum)

Gelbe Getreidefliege Opomyza florum

Name

Gelbe Getreidefliege (Opomyza florum)

Familie

Opomyzidae

Körpergröße

Körperlänge 4–6 mm

Merkmale

Die Gelbe Getreidefliege ist eine zierliche, schlanke Fliege mit einer charakteristisch gelblichen bis ockergelben Grundfärbung, die ihr den deutschen Namen eingebracht hat. Die Flügel sind leicht gebräunt und weisen ein erkennbares Adernmuster auf. Typisch für die Familie der Opomyzidae ist der gestreckte, schmale Körperbau. Männchen und Weibchen ähneln sich im Erscheinungsbild, wobei Weibchen geringfügig robuster gebaut sein können.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt offene bis halboffene Landschaften: Feuchtwiesen, extensiv genutzte Grünlandflächen, Waldränder sowie landwirtschaftliche Nutzflächen, insbesondere Getreideschläge. Dort sind Gräser als Wirtspflanzen der Larven allgegenwärtig. Die Imagines sind von Juni bis Oktober anzutreffen. Im Herbst halten sie sich auch in Getreidefeldern auf, wo die Weibchen ihre Eier in der Nähe der Wirtspflanzen auf dem Boden ablegen. Die Eier überwintern und die Larven schlüpfen im zeitigen Frühjahr, um anschließend in die jungen Getreidepflanzen einzudringen.

Besonderheiten

Die Gelbe Getreidefliege bildet eine Generation pro Jahr aus. Besonders bemerkenswert ist die Überwinterungsstrategie: Die Art überwintert im Eistadium, sodass die Larven erst im zeitigen Frühjahr schlüpfen und direkt in die jungen Getreidepflanzen eindringen können. Die Larven minieren im Inneren von Gräsern und Getreidepflanzen, was zu charakteristischen Fraßgängen und dem sogenannten Weißährenphänomen führen kann – betroffene Halme sterben ab, ohne Körner auszubilden. In Jahren mit starkem Befall kann die Art in Wintergetreidebeständen wirtschaftlich relevante Schäden verursachen. Als natürliche Gegenspieler gelten parasitoide Schlupfwespen, die die Larvenstadien befallen.