Schwammspinner (Lymantria dispar)
Name
Schwammspinner (Lymantria dispar)
Familie
Erebidae
Körpergröße
Flügelspannweite Männchen 38–40 mm, Weibchen 60–62 mm
Merkmale
Der Schwammspinner zeigt einen ausgeprägten Sexualdimorphismus: Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in Größe und Färbung. Die Männchen sind mit einer Flügelspannweite von 38 bis 40 mm deutlich kleiner als die Weibchen, die 60 bis 62 mm erreichen. Die Männchen sind bräunlich gefärbt mit dunklen Wellenbinden auf den Vorderflügeln und besitzen auffällig kammförmige Fühler, mit denen sie Sexualdüfte der Weibchen über große Distanzen wahrnehmen können. Weibchen sind weißlich bis cremegrau gefärbt, ebenfalls mit dunkler Zeichnung, und trotz ihrer Flügel flugunfähig oder nur sehr eingeschränkt flugfähig.
Lebensraum
Der Schwammspinner besiedelt Laubmischwälder, Streuobstwiesen und Parkanlagen. Er bevorzugt lichte, wärmebegünstigte Strukturen mit reichem Laubbaumangebot, da die Raupen auf eine Vielzahl von Laubbaumarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August.
Besonderheiten
Der Schwammspinner gilt als bedeutender Forstschädling: Bei Massenvermehrungen können die Raupen ganze Wälder entlauben und erhebliche Schäden verursachen. Bevorzugte Fraßpflanzen sind unter anderem Eiche, Pappel, Weide und Obstgehölze. Die Weibchen legen ihre Eier in schwammartigen, mit Körperhaaren abgedeckten Gelegen ab – daher der deutsche Name. Die Art ist ursprünglich in Europa und Asien heimisch, gilt in Nordamerika jedoch als eingeschleppter Neozoon und verursacht dort erhebliche ökologische und wirtschaftliche Schäden. Natürliche Gegenspieler sind parasitische Wespen, Tachinenfliegen sowie verschiedene Vogelarten. In Europa schwanken die Bestandsdichten stark zwischen Gradations- und Latenzphasen.