Luzerne-Dickmaulrüssler (Otiorhynchus ligustici)

Luzerne Dickmaulrüssler Otiorhynchus ligustici

Name

Luzerne-Dickmaulrüssler (Otiorhynchus ligustici)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

8–12 mm (Körperlänge)

Merkmale

Der Luzerne-Dickmaulrüssler ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit einer Körperlänge von 8 bis 12 mm. Wie alle Vertreter der Gattung Otiorhynchus besitzt er einen charakteristisch verbreiterten, rüsselartigen Kopf, der dem Käfer seinen deutschen Namen verleiht. Der Körper ist dunkel gefärbt, meist schwarzbraun bis schwarz, und weist eine leicht gekörnelte oder beschuppte Oberflächenstruktur auf. Die Flügeldecken sind verwachsen, weshalb der Käfer flugunfähig ist und sich ausschließlich laufend fortbewegt.

Lebensraum

Der Luzerne-Dickmaulrüssler besiedelt eine Vielzahl offener bis halboffener Lebensräume: Gärten, Wiesen, Sandgruben und Waldränder zählen zu seinen typischen Aufenthaltsorten. Die Art bevorzugt Standorte mit reichem Pflanzenbewuchs, da sie sich polyphag von verschiedenen Pflanzenarten ernährt. Die adulten Käfer sind von April bis Juni aktiv und vorwiegend nachtaktiv, tagsüber verbergen sie sich im Boden oder unter Pflanzenresten.

Besonderheiten

Der Käfer ist auch unter dem Namen Kleeluzerne-Rüssler bekannt. Besonders bemerkenswert ist sein zweigeteilter Schadeinfluss: Während die Imagines oberirdisch Blattränder und Blattflächen anfressen und charakteristische bogenförmige Fraßspuren hinterlassen, schädigen die Larven unterirdisch die Wurzeln der Wirtspflanzen. An Luzerne- und Kleekulturen kann die Art wirtschaftlich relevant als Schädling auftreten. Die Fortpflanzung erfolgt bei dieser Art häufig parthenogenetisch, also ohne Befruchtung durch Männchen, da Männchen in vielen Populationen sehr selten oder gänzlich absent sind. Dies ermöglicht eine rasche Vermehrung unter günstigen Bedingungen.