Grauer Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus)
Name
Grauer Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus)
Familie
Rüsselkäfer (Curculionidae)
Körpergröße
Körperlänge 7–10 mm
Merkmale
Der Graue Kiefernnadelrüssler ist ein gedrungen wirkender Rüsselkäfer mit dem für Curculionidae typischen, deutlich ausgeprägten Rüssel. Seinen Namen verdankt er der charakteristischen grau-silbrigen Beschuppung, die den gesamten Körper bedeckt und ihm ein mattes, pudrig-graues Erscheinungsbild verleiht. Die Schuppen überdecken einen dunkelbraunen bis schwarzen Grundkörper. Die Fühler sind gekniet und enden in einer deutlichen Keule. Beine und Körper wirken robust und kompakt, was typisch für grabende oder bodenbewohnende Arten ist.
Lebensraum
Brachyderes incanus ist eng an Kiefernbestände gebunden und besiedelt bevorzugt Heidebiotope sowie sandige Kiefernwälder, insbesondere auf nährstoffarmen Böden. Die Käfer überwintern in der Bodenstreu und werden im Frühjahr wieder aktiv. Die Fraßtätigkeit beginnt typischerweise im April oder Mai und konzentriert sich vor allem auf die Nadeln der Kiefern. In größeren Vorkommen können auch andere Nadelgehölze geschädigt werden.
Besonderheiten
Brachyderes incanus ist auch unter dem Namen Gemeiner Graurüssler bekannt. Die Art kann insbesondere in jungen Kiefernbeständen und Aufforstungen als Forstschädling auftreten. Die Imagines fressen vor allem Kiefernnadeln und können bei starkem Auftreten erhebliche Fraßschäden verursachen. Die Weibchen legen ihre Eier in den Boden, wo sich die Larven entwickeln und an Wurzeln verschiedener Pflanzen fressen. Wiederholter oder starker Befall kann junge Kiefern schwächen und ihr Wachstum beeinträchtigen. Verwechslungen sind mit anderen grau beschuppten Rüsselkäfern möglich.