Grauer Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus)

Grauer Kiefernnadelrüssler Brachyderes incanus

Name

Grauer Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

Körperlänge 7–10 mm

Merkmale

Der Graue Kiefernnadelrüssler ist ein gedrungen wirkender Rüsselkäfer mit dem für Curculionidae typischen, deutlich ausgeprägten Rüssel. Seinen Namen verdankt er der charakteristischen grau-silbrigen Beschuppung, die den gesamten Körper bedeckt und ihm ein mattes, pudrig-graues Erscheinungsbild verleiht. Die Schuppen überdecken einen dunkelbraunen bis schwarzen Grundkörper. Die Fühler sind gekniet und enden in einer deutlichen Keule. Beine und Körper wirken robust und kompakt, was typisch für grabende oder bodenbewohnende Arten ist.

Lebensraum

Brachyderes incanus ist eng an Kiefernbestände gebunden und besiedelt bevorzugt Heidebiotope sowie sandige Kiefernwälder, die in Mitteleuropa häufig auf nährstoffarmen Böden stocken. Die Art ist ganzjährig anzutreffen, da die Imagines auch außerhalb der Vegetationsperiode aktiv sein können. Besonders aktiv zeigen sich die Käfer im Frühjahr und Frühsommer, wenn die jungen Kieferntriebe als Nahrungsquelle besonders attraktiv sind.

Besonderheiten

Brachyderes incanus ist auch unter dem Namen Gemeiner Graurüssler bekannt. Die Art kann in Kiefernkulturen und Forstplantagen als Schädling auftreten: Die Imagines fressen die Nadeln der Kiefern, während die Larven im Boden an den Wurzeln derselben Bäume nagen – ein doppelter Schadeinfluss auf denselben Wirtspflanzen. Die Weibchen legen ihre Eier in den Erdboden, wo die Larven sich unterirdisch entwickeln. Starker Befall kann junge Kiefern erheblich schwächen oder zum Absterben bringen, weshalb die Art forstlich beobachtet wird. Verwechslungen sind mit anderen grau beschuppten Rüsselkäfern möglich, etwa mit Arten der Gattung Polydrusus.