Vauzeichen-Eckflügelspanner (Macaria wauaria)

Vauzeichen-Eckflügelspanner Macaria wauaria

Name

Vauzeichen-Eckflügelspanner (Macaria wauaria)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Spannweite 22–30 mm

Merkmale

Das auffälligste Erkennungsmerkmal des Vauzeichen-Eckflügelspanners ist das namensgebende V-förmige Zeichen auf den Vorderflügeln, das auf einen kräftigen Querstreifen trifft und so das charakteristische Muster bildet. Die Grundfärbung der Flügel ist weißlich bis hellgrau mit bräunlichen oder dunkelgrauen Querbinden und Flecken. Die Flügelränder sind leicht gewellt, wie für Spanner typisch. Männchen und Weibchen ähneln sich im Muster, lassen sich jedoch anhand der Fühler unterscheiden: Männchen besitzen gekämmte, Weibchen fadenförmige Fühler. Die Flügelspannweite beträgt 22 bis 30 mm.

Lebensraum

Der Vauzeichen-Eckflügelspanner besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Hecken-Biotope, Gärten und Streuobstwiesen – überall dort, wo seine Raupenfutterpflanzen aus der Gattung Ribes wachsen, also Stachelbeere und Johannisbeere. Die Art ist damit auch in der Kulturlandschaft und in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Juni bis Juli, in günstigen Jahren kann es eine teilweise zweite Generation geben.

Besonderheiten

Die Raupen des Vauzeichen-Eckflügelspanners sind auf Ribes-Arten spezialisiert und können in Gärten gelegentlich an Johannis- und Stachelbeersträuchern auftreten. Die Art gehört zur artenreichen Familie der Spanner (Geometridae), deren Raupen sich durch ihre charakteristische Spannbewegung fortbewegen. Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Macaria-Arten, weshalb das V-förmige Flügelmuster als wichtigstes Bestimmungsmerkmal gilt. In Mitteleuropa gilt die Art als nicht gefährdet, profitiert jedoch von einer insektenfreundlichen Gartengestaltung mit heimischen Beerensträuchern. Wie viele Schmetterlinge ist Macaria wauaria nacht- beziehungsweise dämmerungsaktiv und wird häufig durch Lichtquellen angelockt.