Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria)

Nachtschwalbenschwanz Ourapteryx sambucaria

Name

Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Spannweite 40–50 mm

Merkmale

Der Nachtschwalbenschwanz ist ein auffälliger Spanner mit cremeweißen bis hellgelben Flügeln, die von feinen bräunlichen Querlinien durchzogen werden. Charakteristisch sind die kleinen, schwanzartigen Fortsätze an den Hinterflügeln, die der Art ihren Namen verleihen und unter den heimischen Spannerarten ein unverwechselbares Merkmal darstellen. Die Unterseite der Flügel ähnelt der Oberseite. Ruhendes Falter legen die Flügel flach aus und tarnen sich dadurch gut auf hellem Untergrund. Die Fühler des Männchens sind gekämmt, jene des Weibchens fadenförmig.

Lebensraum

Der Nachtschwalbenschwanz besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder, Hecken-Biotope und strukturreiche Gärten – überall dort, wo seine Raupennahrungspflanzen vorkommen. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten. Als nachtaktiver Falter wird er regelmäßig von künstlichen Lichtquellen angelockt.

Besonderheiten

Die Raupen des Nachtschwalbenschwanzes ernähren sich polyphag von verschiedenen Laubgehölzen, darunter Schlehe, Holunder und Flieder. Sie sind als Spannerraupen typisch astförmig gestaltet und imitieren täuschend echt kleine Zweige – eine effektive Schutzanpassung gegen Fressfeinde. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Die Art ist auch unter dem Namen Holunderspanner bekannt, was auf eine Vorliebe für Holunder als Fraßpflanze hinweist. In Mitteleuropa gilt der Nachtschwalbenschwanz als häufig und ungefährdet. Eine Verwechslung ist am ehesten mit anderen hellflügeligen Spannerarten möglich, doch die charakteristischen Schwanzfortsätze der Hinterflügel machen ihn bei genauer Betrachtung eindeutig identifizierbar.