Zackenbindiger Rindenspanner (Ectropis crepuscularia)

Zackenbindiger Rindenspanner Ectropis crepuscularia

Name

Zackenbindiger Rindenspanner (Ectropis crepuscularia)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Spannweite 38–45 mm

Merkmale

Der Zackenbindige Rindenspanner ist ein mittelgroßer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 38 bis 45 mm. Die Flügel sind graubraun bis weißlich-grau gefärbt und zeigen ein charakteristisches Muster aus mehreren dunklen Querbinden, deren Ränder gezackt oder gewellt verlaufen – daher der treffende deutsche Name. Die Unterseite der Flügel ist ähnlich gezeichnet, jedoch etwas blasser. Typisch für Spanner ist die breite, flache Sitzposition mit ausgebreiteten Flügeln, bei der Vorder- und Hinterflügel in einer Ebene liegen. Die Raupen sind schlank, braun bis graubraun gefärbt und ahmen in ihrer Körperhaltung täuschend echt Äste oder Zweige nach.

Lebensraum

Der Zackenbindige Rindenspanner besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist in Laubwäldern, Mischwäldern, Parkanlagen und Gärten anzutreffen. Er bevorzugt Bereiche mit reichem Gehölzbestand, da die Raupen sich polyphag von verschiedenen Bäumen, Sträuchern und niederen Pflanzen ernähren – darunter Eiche, Birke, Erle, Weide und weitere Laubgehölze. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis September, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden. Die erste Generation fliegt im Frühjahr, die zweite im Sommer bis in den frühen Herbst hinein.

Besonderheiten

Ectropis crepuscularia gilt als häufige und weit verbreitete Art, die in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens vorkommt. Aufgrund der variablen Flügelfärbung und -zeichnung kann die Art leicht mit anderen Rindenspannern verwechselt werden, insbesondere mit dem Grauen Rindenspanner (Hypomecis punctinalis), von dem sie sich äußerlich oft kaum unterscheidet – eine sichere Trennung stark abgeflogener Exemplare ist oft nur durch genitalmorphologische Untersuchungen möglich. Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen regelmäßig ans Licht. Tagsüber ruhen sie gut getarnt an Baumrinden oder Felsen. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.