Breiter Schnellkäfer (Selatosomus latus)

Schnellkäfer Selatosomus latus

Name

Breiter Schnellkäfer (Selatosomus latus)

Familie

Schnellkäfer (Elateridae)

Körpergröße

Körperlänge 10–17 mm

Merkmale

Selatosomus latus ist für einen Schnellkäfer auffallend breit und gedrungen gebaut – ein Merkmal, das die Art bereits auf den ersten Blick von vielen anderen Elateriden unterscheidet. Die Oberseite der Imagines ist fein und gleichmäßig behaart, was das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zur sehr ähnlichen Art Selatosomus aeneus darstellt, die deutlich weniger behaart erscheint. Die Grundfärbung ist meist bronzefarben bis grünlich-metallisch schimmernd. Wie alle Schnellkäfer besitzt die Art den charakteristischen Klickmechanismus zwischen Pro- und Mesothorax, mit dem sich umgedrehte Tiere durch einen hörbaren Schnappreflex wieder aufrichten können.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume. Bevorzugt wird sie auf Wiesen, an Waldrändern, auf Ruderalflächen sowie in Gärten angetroffen. Als wärmebedürftige Art meidet sie dichte, schattige Wälder und bevorzugt sonnenbeschienene Standorte. Die Imagines sind von Mai bis Juli aktiv und damit zu beobachten. Die Larven – im Volksmund als Drahtwürmer bekannt – leben im Erdboden und benötigen dort geeignete Böden mit ausreichend organischer Substanz und Pflanzenwurzeln als Nahrungsgrundlage.

Besonderheiten

Selatosomus latus durchläuft eine vollständige Metamorphose. Die Larven, die als Drahtwürmer bezeichnet werden, leben mehrere Jahre im Boden und ernähren sich überwiegend von Pflanzenwurzeln, wodurch sie in der Landwirtschaft bisweilen als Schädlinge eingestuft werden. Die adulten Käfer hingegen halten sich vor allem an Blüten und niedriger Vegetation auf und können auch unter Steinen gefunden werden. Der typische Schnellmechanismus der Familie dient primär der Flucht vor Fressfeinden. Eine Verwechslung mit Selatosomus aeneus ist im Feld möglich, kann jedoch durch die feinere Behaarung von Selatosomus latus erschwert beziehungsweise bei genauer Betrachtung unterschieden werden. Zur genauen Bestimmung empfiehlt sich eine Lupenbetrachtung.