Zottiger Laub-Schnellkäfer (Stenagostus rhombeus)

Zottiger Laub-Schnellkäfer Stenagostus rhombeus

Name

Zottiger Laub-Schnellkäfer (Stenagostus rhombeus)

Familie

Elateridae (Schnellkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 15–22 mm

Merkmale

Der Zottige Laub-Schnellkäfer ist ein mittelgroßer bis großer Schnellkäfer mit einer Körperlänge von 15 bis 22 mm. Wie alle Schnellkäfer besitzt er einen länglichen, flachen Körperbau mit den charakteristischen spitz ausgezogenen Hinterecken des Halsschildes. Die Körperoberfläche ist dicht mit feinen, zottigen Härchen besetzt, was dem Tier seinen deutschen Namen verleiht. Die Grundfärbung ist braun bis rotbraun, die Flügeldecken zeigen eine fein gerippte Struktur. Typisch für die Familie ist der Schnellmechanismus zwischen Vorderbrust und Mittelbrust, mit dem sich der Käfer bei Gefahr ruckartig in die Luft katapultieren kann.

Lebensraum

Stenagostus rhombeus besiedelt alte Laub- und Mischwälder mit einem hohen Anteil an Totholz und absterbenden Altbäumen, bevorzugt Buchenwälder. Die Art tritt aber auch im Siedlungsgebiet auf, etwa in alten Parks oder Alleen mit entsprechendem Baumbestand. Entscheidend ist das Vorhandensein von Laubbäumen mit loser, abstehender Borke, da sich die Larven dort entwickeln. Die Imagines sind von Juni bis August anzutreffen.

Besonderheiten

Die Larven des Zottigen Laub-Schnellkäfers leben räuberisch unter der losen Borke von Laubbäumen, bevorzugt der Buche, und ernähren sich vermutlich von den Larven anderer Rindeninsekten. Die adulten Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen gelegentlich an künstliche Lichtquellen, was ihren Nachweis erleichtert. In Deutschland gilt die Art als gefährdet und wird in der Roten Liste mit RL 3 geführt. Ursache der Gefährdung ist vor allem der Rückgang alter, strukturreicher Wälder mit ausreichend Totholz und Bäumen mit loser Borke. Ein gezielter Schutz von Altholzbeständen und Totholz in Wäldern kommt dieser und vielen weiteren spezialisierten Totholzarten zugute.