Apfelbaum-Schnellkäfer (Ampedus cf. pomorum)
Name
Apfelbaum-Schnellkäfer (Ampedus pomorum)
Familie
Schnellkäfer (Elateridae)
Körpergröße
Körperlänge 9–12 mm
Merkmale
Der Apfelbaum-Schnellkäfer gehört zu den auffällig rot gefärbten Vertretern der Gattung Ampedus. Die Flügeldecken zeigen eine leuchtend rote bis orangerote Färbung, der Halsschild ist schwarz. Wie alle Schnellkäfer besitzt die Art einen charakteristischen Klickmechanismus zwischen Vorderbrust und Mittelbrust, der es dem auf dem Rücken liegenden Käfer ermöglicht, sich mit einem hörbaren Schnalzgeräusch in die Luft zu katapultieren. Der Körper ist langgestreckt und leicht abgeflacht, die Fühler sind gesägt.
Lebensraum
Der Apfelbaum-Schnellkäfer besiedelt vor allem Laub- und Mischwälder mit einem ausreichenden Angebot an morschem Totholz, daneben auch alte Streuobstwiesen und Obstgärten. Die Larven entwickeln sich in verrottenden Holzstrukturen, insbesondere in morschen Stämmen und starken Ästen von Laubbäumen. Erwachsene Tiere findet man von April bis Juni, häufig auf Blüten oder an Baumstümpfen.
Besonderheiten
Die Bestimmung der roten Ampedus-Arten gilt als ausgesprochen schwierig, da sich mehrere Arten wie Ampedus pomorum, Ampedus cinnabarinus und Ampedus sangvinolentus sehr ähnlich sehen. Eine sichere Artbestimmung erfordert oft die mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen oder anderer Feinmerkmale, weshalb Freilandbeobachtungen häufig nur mit dem Zusatz cf. (lat. confer, vergleiche) angegeben werden. Die Larvalentwicklung im Totholz kann mehrere Jahre dauern. Der Käfer gilt als Zeiger für strukturreiche, totholzreiche Wälder und profitiert von einem naturnahen Waldmanagement, das Altbäume und liegendes Totholz erhält.