Querbindiger Schwimmkäfer (Hydaticus transversalis)

Schwimmkäfer Hydaticus transversalis

Name

Querbindiger Schwimmkäfer (Hydaticus transversalis)

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 12 mm

Merkmale

Hydaticus transversalis ist ein mittelgroßer Schwimmkäfer mit der für Dytisciden typischen stromlinienförmigen, ovalen Körperform. Das auffälligste Erkennungsmerkmal ist eine deutliche gelbe Querlinie im oberen Bereich der Flügeldecken, die der Art ihren deutschen Namen eingebracht hat. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist dunkelbraun bis schwärzlich, der Halsschild zeigt gelbliche Ränder. Die Hinterbeine sind als kräftige Ruderorgane ausgebildet und mit langen Schwimmhaaren besetzt – ein typisches Merkmal aller Schwimmkäfer.

Lebensraum

Die Art besiedelt stehende oder langsam fließende Gewässer, bevorzugt die schlammige Uferzone mit dichtem Pflanzenbewuchs. Geeignete Biotope sind Teiche, Weiher, Gräben, Altarme und flache Seeufer mit reicher Unterwasservegetation, an der die Weibchen ihre Eier befestigen. Wie viele Schwimmkäfer ist Hydaticus transversalis auch flugfähig und kann neue Gewässer aktiv besiedeln. Adulte Tiere sind hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst aktiv, wobei sie bei milden Temperaturen auch im Winter im Wasser angetroffen werden können.

Besonderheiten

Hydaticus transversalis ist ein ausgesprochener Räuber in allen Lebensstadien. Die Larven beginnen ihre Entwicklung mit kleinen Beutetieren wie Planktonkrebsen und steigern sich zu größeren Wassertieren wie Wasserasseln. Auch die Imagines jagen aktiv Wasserinsekten und deren Larven. Zur Atmung müssen sowohl Larven als auch Adulte regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde die Art als gefährdet (RL 3) eingestuft, was auf den Verlust geeigneter Stillgewässerbiotope durch Entwässerung und Gewässerausbau hinweist. Verwechslungen sind mit anderen Hydaticus-Arten möglich, etwa Hydaticus seminiger, von dem sich transversalis durch die charakteristische Querbinde auf den Flügeldecken gut unterscheiden lässt.