Schwimmkäfer Suphrodytes dorsalis oder figuratus

Suphrodytes dorsalis oder figuratus

Name

Suphrodytes dorsalis oder figuratus

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Suphrodytes dorsalis und S. figuratus sind kleine, oval gebaute Schwimmkäfer von etwa 5 mm Länge. Die Grundfärbung ist gelbbraun bis rötlich-braun, der Halsschild zeigt dunklere Zeichnungselemente, und die Flügeldecken weisen ein charakteristisches Muster aus helleren und dunkleren Flecken und Binden auf. Die Hinterbeine sind zu kräftigen Ruderbeinen umgebildet und mit dichten Schwimmhaaren besetzt. Beide Arten sind äußerlich sehr ähnlich und können miteinander verwechselt werden, lassen sich bei geeigneten Exemplaren jedoch anhand morphologischer Merkmale unterscheiden. Dazu gehören unter anderem die Färbung von Kopf und Unterseite, die Körperform, die Zeichnung der Flügeldecken und bei den Männchen die Form der Vorderklauen.

Lebensraum

Diese Schwimmkäfer besiedeln stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Tümpel, Gräben, Moorgewässer und vegetationsreiche Flachwasserzonen. Sie bevorzugen Gewässer mit dichtem Bewuchs aus Unterwasserpflanzen, da diese sowohl Deckung als auch Jagdgründe bieten. Die Käfer sind im Wasser ganzjährig aktiv, solange die Gewässer nicht vollständig zugefroren sind. Flugaktive Individuen, die neue Gewässer aufsuchen, werden vor allem im Frühjahr und Herbst beobachtet.

Besonderheiten

Besonders bemerkenswert ist die taxonomische Geschichte dieser Gruppe: Was lange als eine einzige Art galt, wurde durch molekulargenetische Untersuchungen als Artkomplex aus mindestens zwei eigenständigen Arten – Suphrodytes dorsalis und S. figuratus – entlarvt. Eine verlässliche Unterscheidung anhand äußerer Merkmale oder Fotos ist bislang nicht möglich, was die Erfassung beider Arten in Bestimmungsatlas oder Verbreitungskartierungen erschwert. Wie alle Dytisciden sind diese Käfer aktive Räuber, die kleine Wasserinsekten, Krebstiere und Larven erbeuten. Sie atmen Luft und tauchen regelmäßig an die Oberfläche. Zur Überwinterung können sie das Gewässer verlassen und sich ins Erdreich zurückziehen.