Gemeiner Furchenschwimmer (Acilius sulcatus)

Gemeiner Furchenschwimmer Lebensräume

Name

Gemeiner Furchenschwimmer (Acilius sulcatus)

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

15–18 mm

Merkmale

Der Gemeine Furchenschwimmer ist ein mittelgroßer Schwimmkäfer mit oval-abgeflachtem Körperbau, der ihn hervorragend ans Leben im Wasser anpasst. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist gelbbraun bis ockerfarben mit einem auffälligen schwarzen Netz- oder Punktmuster. Der Halsschild zeigt beiderseits je einen dunklen Fleck. Männchen haben glatte Flügeldecken, während die Weibchen deutlich längs gefurchte Elytren besitzen – daher der Name Furchenschwimmer. Die Hinterbeine sind als kräftige Ruderbeine ausgebildet und mit dichten Schwimmhaaren besetzt. Männchen tragen an den Vordertarsen auffällige Saugnäpfe, mit denen sie sich beim Paarungsakt am Weibchen festhalten.

Lebensraum

Der Gemeine Furchenschwimmer besiedelt eine Vielzahl stehender Gewässer: Teiche, Weiher, Tümpel, Altarme und vegetationsreiche Seen. Die Art gilt als häufig und ist in weiten Teilen Europas und des nördlichen Asiens verbreitet. Sie bevorzugt besonnte, pflanzenreiche Gewässer, kommt aber auch in beschatteten Waldbereichen vor, wie ein Fund im Grinderwald im Juli 2017 belegt. Weibchen legen ihre Eier an Totholz oder Moospolster in unmittelbarer Gewässernähe. Imagines sind hauptsächlich von April bis Oktober aktiv, mit einem Schwerpunkt im Frühsommer und Sommer. Wie viele Schwimmkäfer unternehmen sie gelegentlich Flüge bei Nacht, um neue Gewässer zu besiedeln.

Besonderheiten

Sowohl Larven als auch erwachsene Tiere sind ausgesprochene Raubtiere. Larven erbeuten Kleinkrebse, Wasserflöhe und Zuckmückenpuppen, während die Imagines Wasserinsekten und kleine Wirbellose jagen. Die Larven des Gemeinen Furchenschwimmers gehören zu den größten heimischen Schwimmkäferlarven und können sogar kleine Kaulquappen überwältigen. Zur Atmung muss der Käfer regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Luft unter den Flügeldecken zu speichern. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Gerandeten Furchenschwimmer (Acilius canaliculatus), der sich durch eine andere Zeichnung und bevorzugt saure Moorgewässer auszeichnet. Der Gemeine Furchenschwimmer gilt derzeit als nicht gefährdet.