Gemeiner Teichschwimmer (Colymbetes fuscus)

Colymbetes fuscus

Name

Gemeiner Teichschwimmer (Colymbetes fuscus)

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 17–19 mm

Merkmale

Der Gemeine Teichschwimmer ist ein mittelgroßer Schwimmkäfer mit einem oval-länglichen, stromlinienförmigen Körper, der ihn als hervorragenden Schwimmer auszeichnet. Die Oberseite ist schwarzbraun bis dunkelbraun gefärbt, häufig mit einer feinen, gelblichen Querbänderung oder Marmorierung auf den Deckflügeln. Die Unterseite ist heller, meist gelbbraun. Die Hinterbeine sind stark abgeflacht und mit dichten Schwimmhaaren besetzt, die als effiziente Ruderorgane dienen. Männchen lassen sich von Weibchen durch glatte Vordertarsen mit Haftscheiben unterscheiden, während die Weibchen längs gefurchte Deckflügel aufweisen.

Lebensraum

Colymbetes fuscus besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Tümpel, Gräben und Altwässer. Bemerkenswert ist die hohe Toleranz gegenüber besonderen Wasserverhältnissen: Die Art kommt auch in Moorgewässern mit niedrigem pH-Wert sowie in leicht brackigen Gewässern vor. Damit zählt sie zu den ökologisch anpassungsfähigeren heimischen Schwimmkäfern. Erwachsene Tiere sind ganzjährig nachweisbar, besonders aktiv jedoch im Frühjahr und Herbst. Ausbreitungsflüge in neue Gewässer finden vor allem nachts statt, hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst.

Besonderheiten

Colymbetes fuscus ist ein aktiver Räuber in beiden Lebensstadien. Während junge Larven zunächst Planktonorganismen fressen, erbeuten ältere Larven bereits Kaulquappen und Insektenlarven. Auch die erwachsenen Käfer jagen tierische Beute und sind damit Prädatoren im Gewässerökosystem. Wie viele Schwimmkäfer kann die Art fliegen und so neue Lebensräume aktiv erschließen. Bei Gefahr kann sie ein abschreckendes Sekret aus Drüsen am Halsschild absondern. Colymbetes fuscus gilt als häufige und weit verbreitete Art in Mitteleuropa und ist derzeit nicht gefährdet. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen mittelgroßen Dytisciden wie Rhantus-Arten möglich, die jedoch meist eine deutlichere Zeichnung aufweisen.