Wasserkäfer der Gattung Berosus (Berosus spec.)

Wasserkäfer Gattung Berosus

Name

Wasserkäfer der Gattung Berosus (Berosus spec.)

Familie

Wasserfreunde (Hydrophilidae)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Die Arten der Gattung Berosus sind kleine, ovale Wasserkäfer mit einer Körperlänge von etwa 3 bis 6 mm. Die Oberseite ist meist gelblich-bräunlich oder ockerfarben mit dunklen Flecken oder Längsstreifen auf den Deckflügeln, was ihnen eine charakteristische gemusterte Zeichnung verleiht. Der Halsschild ist ebenfalls oft hell mit dunkler Mittellinie. Die Beine sind kräftig und mit feinen Schwimmhaaren besetzt, was den Tieren ein effizientes Vorwärtskommen im Wasser ermöglicht. Die Unterscheidung der einzelnen Arten innerhalb der Gattung ist selbst für Spezialisten schwierig und erfordert meist eine genaue Untersuchung unter dem Mikroskop.

Lebensraum

Berosus-Arten sind ausgesprochen wassergebunden und besiedeln bevorzugt flache, pflanzenreiche Stillgewässer sowie langsam fließende Gräben und Teiche mit dichter Unterwasser- und Ufervegetation. Entwässerungsgräben in Feuchtgebieten, wie der Fund beim Luther Forst zeigt, zählen zu typischen Habitaten. Die Käfer halten sich überwiegend zwischen Wasserpflanzen auf. Erwachsene Tiere sind von Frühjahr bis Herbst aktiv, mit einem Schwerpunkt der Beobachtungen zwischen Mai und September. Vereinzelt können sie auch im Frühjahr und Herbst angetroffen werden.

Besonderheiten

Berosus-Arten zählen zu den wenigen Wasserkäfern, die sich sowohl als Larve als auch als adultes Tier vollständig aquatisch verhalten. Sie sind gute Schwimmer und tauchen regelmäßig zur Wasseroberfläche, um Luft unter die Deckflügeln aufzunehmen. Adulte Tiere ernähren sich überwiegend von pflanzlichem Material und Algen, während die Larven räuberisch leben. Weltweit umfasst die Gattung Berosus über 200 Arten, in Mitteleuropa sind rund zehn Arten vertreten. Da die Arten äußerlich kaum zu unterscheiden sind, wird die Gattung in Fundmeldungen häufig nur als Berosus spec. angegeben. Eine Gefährdung einzelner Arten ergibt sich vor allem durch den Verlust geeigneter Feuchtbiotope und die Intensivierung der Landwirtschaft.