Gemeiner Schnellschwimmer (Agabus bipustulatus)

Agabus bipustulatus

Name

Gemeiner Schnellschwimmer (Agabus bipustulatus)

Familie

Dytiscidae (Schwimmkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 9–11 mm

Merkmale

Der Gemeine Schnellschwimmer ist ein mittelgroßer Schwimmkäfer mit oval-stromlinienförmigem Körperbau, der ihn als ausgezeichneten Schwimmer auszeichnet. Die Oberseite ist überwiegend schwarzbraun bis schwärzlich gefärbt, oft mit einem leichten Bronzeglanz. Die Flügeldecken zeigen eine fein punktierte Struktur. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich: Beim Männchen sind die Vordertarsen mit Haftscheiben ausgestattet, die beim Festhalten des Weibchens während der Paarung dienen. Die Hinterbeine sind abgeflacht und mit Schwimmhaaren besetzt, was dem Käfer seinen charakteristischen, kraftvollen Schwimmstil verleiht.

Lebensraum

Der Gemeine Schnellschwimmer besiedelt eine Vielzahl stehender oder langsam fließender Gewässer wie Teiche, Tümpel, Gräben, Altwässer und flache Seen. Er stellt kaum Ansprüche an die Wasserqualität und ist daher weit verbreitet und noch recht häufig anzutreffen. Die Art ist in Europa flächendeckend verbreitet und in Deutschland nahezu überall zu finden. Adulte Tiere können das ganze Jahr über beobachtet werden, sind jedoch vor allem im Frühjahr und Sommer aktiv. Flugaktive Phasen, bei denen die Käfer neue Gewässer besiedeln, finden häufig in der Dämmerung statt.

Besonderheiten

Als räuberisch lebender Käfer erbeutet der Gemeine Schnellschwimmer Wasserinsekten, Würmer und Kaulquappen. Sowohl die Larven als auch die Imagines sind aktive Jäger. Die Larven sind ebenfalls räuberisch und besitzen kräftige Sichelmandibeln, mit denen sie ihre Beute ergreifen. Wie alle Schwimmkäfer muss der Käfer regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Atemluft aufzunehmen. Bei Gefahr kann er flink fliegen und so auf der Suche nach neuen Gewässern weite Strecken zurücklegen. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.