Grauer Knospenrüssler (Peritelus sphaeroides)
Name
Grauer Knospenrüssler (Peritelus sphaeroides)
Familie
Rüsselkäfer (Curculionidae)
Körpergröße
Körperlänge 5–8 mm
Merkmale
Der Graue Knospenrüssler ist ein gedrungen gebauter, kugelförmiger Rüsselkäfer mit dem für Curculionidae typischen Rüssel. Die Körperoberfläche ist dicht mit grauen bis graubraunen Schuppen bedeckt, was der Art ihre charakteristische, unauffällige Färbung verleiht. Die Flügeldecken sind oval und wirken fast kugelig, was dem Artnamen sphaeroides – zu Deutsch etwa kugelförmig – entspricht. Wie viele Rüsselkäfer seiner Gattung ist Peritelus sphaeroides flugunfähig, da die Flügeldecken verwachsen sind.
Lebensraum
Der Graue Knospenrüssler bewohnt trockenwarme Lebensräume wie Magerrasen, Trockengebüsche, Waldränder und sonnige Hanglagen. Die Art ist in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern verbreitet, wo entsprechende Wärmestandorte häufiger vorkommen. Die Imagines sind von April bis Juni aktiv und damit recht früh im Jahr anzutreffen, wenn die Pflanzenknospen frisch austreiben.
Besonderheiten
Der Graue Knospenrüssler lebt in zwei unterschiedlichen Entwicklungsphasen: Die erwachsenen Käfer fressen oberirdisch an Knospen und anderen Pflanzenteilen verschiedener Pflanzenarten, während die Larven unterirdisch an Wurzeln leben. Die Weibchen legen ihre Eier in den Boden, wo sich die Larven entwickeln und später auch die Verpuppung stattfindet. Die Art ist polyphag und kann daher an verschiedenen Kräutern, Sträuchern und Gehölzen auftreten. Historisch wurde sie auch als Schädling an Wein und Obstgehölzen beschrieben, eine besondere wirtschaftliche Bedeutung besitzt sie jedoch nicht. Da die Art flugunfähig ist, erfolgt ihre natürliche Ausbreitung überwiegend über die Fortbewegung am Boden. Innerhalb der artenreichen Gattung Peritelus gibt es mehrere ähnlich aussehende Arten, weshalb eine sichere Bestimmung oft nur durch genaue morphologische Untersuchung möglich ist.