Ampfer-Kokonrüssler (Hypera rumicis)
Name
Ampfer-Kokonrüssler (Hypera rumicis)
Familie
Rüsselkäfer (Curculionidae)
Körpergröße
Körperlänge 4–6 mm
Merkmale
Der Ampfer-Kokonrüssler ist ein kleiner, gedrungen gebauter Rüsselkäfer mit dem für Curculioniden typischen, deutlich ausgeprägten Rüssel. Die Körperoberfläche ist dicht mit gräulichen bis bräunlichen Schuppen bedeckt, die ein feines, oft marmoriertes Muster erzeugen. Die Flügeldecken zeigen charakteristische Längsstreifen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum äußerlich, wobei Weibchen im Schnitt etwas gedrungener wirken.
Lebensraum
Der Ampfer-Kokonrüssler besiedelt feuchte Habitate wie Feuchtwiesen, Bachufer, Gräben, Waldlichtungen und Auenbereiche, überall dort wo Ampfer-Arten (Rumex ssp.) als Fraßpflanzen wachsen. In geeigneten Biotopen ist die Art nicht selten und kann lokal größere Bestände aufbauen. Die Imagines sind hauptsächlich im Frühjahr und Frühsommer aktiv, mit einem Schwerpunkt von April bis Juni. Ein Nachweis liegt aus dem Mai 2014 von einer Lichtung im Haster Wald vor.
Besonderheiten
Die Art ist oligophag und ernährt sich ausschließlich von Geweben verschiedener Ampfer-Arten (Rumex), sowohl als Larve als auch als Imago. Die Larven leben verborgen an den Pflanzen und sind für das Auffinden im Gelände deutlich schwieriger als die Käfer selbst. Typisch für viele Hypera-Arten ist die Ablage der Eier in charakteristischen Kokons, von denen sich auch der deutsche Name ableitet. Die Verpuppung erfolgt ebenfalls in einem pergamentartigen Kokon an der Wirtspflanze. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Hypera-Arten wie Hypera nigrirostris oder Hypera postica, die ähnliche Lebensräume bewohnen und sich ebenfalls von Hülsenfrüchtlern bzw. Ampfer-nahen Pflanzen ernähren. Eine genaue Bestimmung ist oft nur durch nähere Betrachtung der Schuppen- und Körperzeichnung möglich.