Pappelblattroller (Byctiscus populi)

Nach der Paarung rollen die Weibchen Pappel-Blätter zu einem Wickel

Name

Pappelblattroller (Byctiscus populi)

Familie

Attelabidae (Blattroller)

Körpergröße

ca. 5 mm (Körperlänge)

Merkmale

Der Pappelblattroller ist ein auffällig metallisch glänzender Rüsselkäfer, dessen Oberseite je nach Lichteinfall blaugrün, blauviolett oder kupfrig schimmert. Die Beine und der Rüssel sind ebenfalls metallisch gefärbt. Ein markantes Erkennungsmerkmal der Männchen sind zwei deutlich ausgebildete Dornen am Halsschild, die bei den Weibchen fehlen. Der Körper wirkt gedrungen und oval. Die Flügeldecken sind fein punktiert und bedecken den Hinterleib vollständig.

Lebensraum

Der Pappelblattroller besiedelt bevorzugt feuchte und halbschattige Standorte, an denen Pappeln (Populus) wachsen. Typische Lebensräume sind Uferbereiche von Bächen und Flüssen, Waldränder sowie Heide-Biotope. Die Art ist von April bis September aktiv und damit über einen vergleichsweise langen Zeitraum anzutreffen. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Europas und Asiens, überall dort, wo geeignete Wirtspflanzen zur Verfügung stehen.

Besonderheiten

Das Brutverhalten des Pappelblattrollers ist besonders bemerkenswert: Die Weibchen rollen nach der Paarung Pappelblätter kunstfertig zu einem zylindrischen Wickel zusammen, in den sie ihre Eier ablegen. Die schlüpfenden Larven ernähren sich anschließend vom Blattgewebe dieses Wickels, der ihnen gleichzeitig als Schutz dient. Auch die erwachsenen Käfer fressen an Pappelblättern und können bei starkem Befall zu sichtbaren Fraßschäden führen. Als ähnliche Art gilt der Rebenstecher (Byctiscus betulae), der ebenfalls Blattwickel anfertigt, sich jedoch durch andere Merkmale, insbesondere die Färbung der Unterseite und die Struktur der Stirn, vom Pappelblattroller unterscheidet.