Ampfer-Spitzmausrüssler (Apion frumentarium)
Name
Ampfer-Spitzmausrüssler (Apion frumentarium)
Familie
Brentidae (Langkäfer), Unterfamilie Apioninae (Spitzmausrüssler)
Körpergröße
Körperlänge ca. 4 mm
Merkmale
Der Ampfer-Spitzmausrüssler ist ein kleiner, gedrungen wirkender Rüsselkäfer mit charakteristisch langem, dünn ausgezogenem Rüssel, der an den Kopf einer Spitzmaus erinnert und der gesamten Familie ihren deutschen Namen gibt. Die Körperfärbung ist auffällig leuchtend rot bis orangerot, lediglich Rüssel, Fühler und Beine sind schwarz gefärbt. Die Flügeldecken sind fein punktiert gestreift. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, wobei der Rüssel der Weibchen etwas länger ausfällt – eine Anpassung an die Eiablage in Pflanzenstängel.
Lebensraum
Der Ampfer-Spitzmausrüssler ist eng an Ampfer-Arten (Rumex) gebunden und findet sich überall dort, wo diese Pflanzen wachsen: auf Feuchtwiesen, an Wegrändern, Grabenböschungen, Ruderalflächen und in Auenbereichen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und in Deutschland weit verbreitet und häufig anzutreffen. Erscheinungszeit: von April bis September, wobei die Käfer der neuen Generation ab Juli bis August schlüpfen.
Besonderheiten
Das Weibchen legt seine Eier gezielt in den Wurzelhals und die oberen Wurzelbereiche von Ampfer-Pflanzen ab, wo die Larven im Gewebe fressen und durch ihre Entwicklung charakteristische, oft rötlich gefärbte Gallen hervorrufen. Die erwachsenen Käfer fressen hingegen oberirdisch an den Blättern und hinterlassen dort typischen Lochfraß. Die auffällige Rotfärbung des Käfers dient vermutlich als Warntracht und signalisiert möglichen Fressfeinden Ungenießbarkeit. Der Ampfer-Spitzmausrüssler gilt als häufige und ungefährdete Art. Verwechslungen sind mit anderen roten Apion-Arten möglich, etwa Apion sanguineum oder Apion miniatum, die sich durch Körperform, Biologie und die Punktierung der Flügeldecken unterscheiden lassen.