Grüner Laubrüssler (Phyllobius maculicornis)

Grüner Laubrüssler Phyllobius maculicornis

Name

Grüner Laubrüssler (Phyllobius maculicornis)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Der Grüne Laubrüssler ist ein kleiner, gedrungen wirkender Rüsselkäfer mit einer Körperlänge von etwa 5 mm. Die Grundfärbung der Tiere ist meist lebhaft grün bis bläulichgrün, hervorgerufen durch dicht anliegende, schuppige Härchen, die den gesamten Körper bedecken. Diese Beschuppung kann im Laufe der Zeit teilweise abgerieben werden, wodurch ältere Exemplare fleckig oder matter wirken. Ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal sind die charakteristisch leicht nach oben gebogenen Spitzen der Flügeldecken (Elytren). Der Rüssel ist, typisch für die Gattung Phyllobius, kurz und breit.

Lebensraum

Der Grüne Laubrüssler bewohnt vor allem Waldränder, Hecken-Biotope und lichte Laubwälder, wo er bevorzugt an Sträuchern und krautigen Pflanzen anzutreffen ist. Die Adulttiere ernähren sich von Blättern verschiedener Laubgehölze und Kräuter, wobei sie typische halbkreisförmige Fraßspuren an den Blatträndern hinterlassen. Die Erscheinungszeit der Imagines erstreckt sich von April bis Juni, mit einem Schwerpunkt im Mai. Die Larven leben im Boden und fressen an Pflanzenwurzeln.

Besonderheiten

Die Gattung Phyllobius umfasst in Mitteleuropa mehrere ähnlich gefärbte Arten, was eine sichere Bestimmung im Feld erschwert. Der Grüner Laubrüssler kann vor allem mit dem Gewöhnlichen Laubrüssler (Phyllobius roboretanus) oder dem Birken-Laubrüssler (Phyllobius betulae) verwechselt werden – für eine sichere Artbestimmung ist häufig eine mikroskopische Untersuchung der Fühlerstruktur notwendig. Im Gegensatz zu erdbewohnenden Rüsselkäfern ist Phyllobius maculicornis gut flugfähig. Bei Gefahr lässt er sich jedoch oft einfach fallen und stellt sich tot, ein typisches Schutzverhalten vieler Rüsselkäferarten.