Espen- oder Zitterpappel-Kätzchenrüssler (Dorytomus tortrix)

Espen- oder Zitterpappel-Kätzchenrüssler

Name

Espen- oder Zitterpappel-Kätzchenrüssler (Dorytomus tortrix)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

Körperlänge: ca. 5 mm

Merkmale

Dorytomus tortrix ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit dem für die Familie typischen, deutlich verlängerten Rüssel, der zur Nahrungsaufnahme und zur Eiablage genutzt wird. Der Körper ist gedrungen oval und braun bis graubraun gefärbt, mit einer feinen, hellen Schuppenbehaarung, die ein leicht geflecktes oder gemustertes Erscheinungsbild erzeugen kann. Wie alle Vertreter der Gattung Dorytomus besitzt die Art kräftige Beine mit gut entwickelten Haftelemenenten an den Tarsen, die ein sicheres Festhalten an Kätzchen und Zweigen ermöglichen.

Lebensraum

Der Zitterpappel-Kätzchenrüssler ist eng an Pappel-Arten gebunden, wobei die Zitterpappel (Populus tremula) als bevorzugte Wirtspflanze gilt. Die Art besiedelt Laubwälder, Waldränder, Auwälder und Gebüsche überall dort, wo Pappeln vorkommen. Die Larven entwickeln sich in den Kätzchen der Wirtspflanze. Adulte Tiere sind von Mai bis Juni sowie im Herbst anzutreffen, was auf eine zweigipflige Aktivitätsperiode hindeutet – ein Muster, das bei Rüsselkäfern der gemäßigten Breiten nicht ungewöhnlich ist.

Besonderheiten

Die Gattung Dorytomus umfasst in Mitteleuropa mehrere ähnliche Arten, die allesamt an Pappeln oder Weiden leben und sich äußerlich stark ähneln, weshalb eine sichere Bestimmung oft nur durch genaue Untersuchung unter dem Mikroskop möglich ist. Die Eiablage erfolgt typischerweise in die Kätzchen der Wirtspflanze, in denen sich die Larven ernähren und entwickeln. Dorytomus tortrix gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet und ist überall dort zu finden, wo geeignete Pappelbestände vorhanden sind. Der Fundort beim Hohen Holz bei Wunstorf im Mai 2015 passt gut zum bekannten Verbreitungsbild der Art in Norddeutschland.