Sechzehnpunkt-Marienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata)

Sechzehnpunkt-Marienkäfer Tytthaspis sedecimpunctata

Name

Sechzehnpunkt-Marienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 3 mm

Merkmale

Der Sechzehnpunkt-Marienkäfer gehört zu den kleinsten heimischen Marienkäferarten. Seine Flügeldecken sind hell gelblich-beige bis cremeweiß gefärbt und tragen insgesamt 16 schwarze Punkte, die ihm seinen deutschen Namen verleihen. Der Halsschild ist ebenfalls hell mit dunkler Zeichnung. Die abgerundete, halbkugelige Körperform ist typisch für Marienkäfer. Trotz seiner geringen Größe ist er durch seine helle Grundfärbung und die charakteristische Punktmusterung gut von anderen Marienkäferarten zu unterscheiden.

Lebensraum

Die Art besiedelt vor allem offene Lebensräume wie Wiesen, Trockenrasen, Wegränder, Brachen sowie Kulturlandschaften. Auch in Gärten und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ist sie anzutreffen. Der Sechzehnpunkt-Marienkäfer ist von März bis Oktober aktiv und damit eine der Arten, die vergleichsweise früh im Jahr erscheint. Besonders häufig findet man ihn in der niedrigen bis mittleren Vegetationsschicht auf krautigen Pflanzen, die einen Befall mit Mehltaupilzen aufweisen.

Besonderheiten

Larven und Imagines ernähren sich im Gegensatz zu den meisten anderen Marienkäfern nicht von Blattläusen, sondern mykophag von Mehltaupilzen sowie von Pollen. Ein auffälliges Verhalten zeigt die Art bei der Überwinterung: Die Tiere versammeln sich oft in größeren Gruppen, etwa unter Pflanzenresten oder in Bodennähe. Diese Schwarmaggregation schützt vermutlich vor Kälte und Fressfeinden. Die Art ist auch unter dem Alternativnamen Siebzehnpunkt bekannt, was auf abweichende Zählweisen der Punktmuster zurückzuführen ist. In Europa ist Tytthaspis sedecimpunctata weit verbreitet und gilt als ungefährdet.