Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata)
Name
Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata)
Familie
Coccinellidae (Marienkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 5–7 mm
Merkmale
Der Sechzehnfleckige Marienkäfer ist ein mittelgroßer Vertreter der Marienkäfer und fällt durch seine auffällig helle, orange-gelbliche Grundfärbung auf, die ihn deutlich von den bekannteren rot-schwarzen Arten unterscheidet. Auf den Flügeldecken trägt er – wie der Name andeutet – bis zu 16 cremeweiße oder weißlich-gelbe Flecken. Das Halsschild ist ebenfalls hell gefärbt und zeigt ähnliche helle Zeichnungselemente. Die Flügeldecken sind durchscheinend wirkend und verleihen dem Tier ein zart-transparentes Aussehen. Die Beine sind hell gelbbraun.
Lebensraum
Der Sechzehnfleckige Marienkäfer besiedelt bevorzugt Laubwälder, Waldränder, Hecken-Biotope sowie Parkanlagen und Gärten. Entscheidend für sein Vorkommen ist die Präsenz von Laubbäumen – insbesondere Ahorn, Esche und Eiche – auf denen Mehltaupilze wachsen, von denen sich die Art ernährt. Die Aktivitätszeit der Imagines erstreckt sich von April bis Oktober.
Besonderheiten
Eine bemerkenswerte Eigenheit dieser Art ist ihre rein mykophage Ernährungsweise: Sowohl Larven als auch ausgewachsene Käfer fressen ausschließlich Mehltaupilze. Damit unterscheidet sich Halyzia sedecimguttata grundlegend von den meisten anderen Marienkäfern, die sich von Blattläusen ernähren. In Gärten gilt er daher als nützlicher Verbündeter im Kampf gegen Mehltaubefall. In Deutschland wird die Art in der Roten Liste mit RL 3 (gefährdet) eingestuft, was unter anderem auf den Rückgang geeigneter strukturreicher Laubwaldlebensräume zurückzuführen ist. Eine mögliche Verwechslungsart ist der Vierzehnfleckige Marienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata), der jedoch eine deutlich andere, schwarz-gelbe Zeichnung aufweist.