Gelbrandrüssler (Chlorophanus viridis)

Gelbrandrüssler Chlorophanus viridis

Name

Gelbrandrüssler (Chlorophanus viridis)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

Körperlänge 8–11 mm

Merkmale

Der Gelbrandrüssler ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit einer auffälligen grün-gelben Schuppenfärbung, die ihm ein schimmerndes, lebendiges Aussehen verleiht. Die Flügeldecken sind mit dichten, gelblich-grünen Schuppen besetzt, die seitlichen Partien wirken oft heller und gelblicher, was dem Tier seinen deutschen Namen einbrachte. Der charakteristisch verlängerte Rüssel ist ein typisches Merkmal der Rüsselkäfer und dient der Nahrungsaufnahme. Die Fühler sind gekniet und enden in einer deutlichen Keule.

Lebensraum

Der Gelbrandrüssler bewohnt feuchte Laub- und Mischwälder, Waldränder sowie die Uferbereiche von Gewässern, wo seine bevorzugten Futterpflanzen wie Pappel, Weide, Erle und Brennnessel gedeihen. Die Art ist von Mai bis August anzutreffen und damit ein typischer Sommerkäfer der feuchten Niederungslandschaften Mitteleuropas. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Europas, bevorzugt jedoch Standorte mit hoher Bodenfeuchte.

Besonderheiten

Die Larven des Gelbrandrüsslers leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, während die erwachsenen Käfer oberirdisch Blattgewebe verschiedener Pflanzenarten fressen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in den Boden, womit der Entwicklungszyklus eng an feuchte, lockere Böden gebunden ist. Wie viele Rüsselkäfer kann sich Chlorophanus viridis bei Gefahr durch Fallenlassen vom Ast schützen, ein verbreitetes Schutzverhalten dieser Käfergruppe. Eine mögliche Verwechslungsart ist der ähnlich gefärbte Chlorophanus salicicola, der ebenfalls in Weidengebüschen anzutreffen ist.