Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)

Maiszünsler Ostrinia nubilalis

Name

Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)

Familie

Crambidae (Zünslerfalter)

Körpergröße

Flügelspannweite 30–34 mm

Merkmale

Der Maiszünsler ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 34 mm. Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich in der Färbung: Männchen sind gelblich-braun mit wellenförmigen, dunkleren Querlinien auf den Vorderflügeln, während Weibchen heller und cremegelblich gefärbt sind. Die Hinterflügel sind bei beiden Geschlechtern blasser und weniger gemustert. Im Ruhezustand legen die Falter die Flügel flach an den Körper an, was ihnen ein charakteristisch dreieckiges Erscheinungsbild verleiht.

Lebensraum

Der Maiszünsler besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist vor allem auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, in Gärten sowie auf Ruderalflächen und Brachland anzutreffen. Besonders häufig tritt er dort auf, wo seine bevorzugten Wirtspflanzen wachsen, darunter Mais, Tomaten, Kartoffeln und Hopfen. Die nachtaktiven Imagines fliegen von Mai bis September, wobei je nach Region eine oder zwei Generationen pro Jahr auftreten können.

Besonderheiten

Der Maiszünsler gilt weltweit als einer der bedeutendsten Schädlinge im Maisanbau. Die Raupen bohren sich in Stängel und Kolben ein, was zu erheblichen Ernteverlusten führen kann. Bei Massenvermehrungen sind wirtschaftliche Schäden beträchtlich. Zur biologischen Bekämpfung wird gezielt die Schlupfwespe Trichogramma brassicae eingesetzt, die Eier des Zünslers parasitiert. Ursprünglich stammt Ostrinia nubilalis aus Europa und Asien, hat sich jedoch durch den weltweiten Maisanbau inzwischen auch in Nordamerika invasiv ausgebreitet. Die Art ist nachtaktiv und wird häufig durch Lichtquellen angelockt.