Strohfarbener Zünsler (Agriphila straminella)
Name
Strohfarbener Zünsler (Agriphila straminella)
Familie
Crambidae (Zünsler)
Körpergröße
Flügelspannweite 16–23 mm
Merkmale
Agriphila straminella ist ein mittelgroßer Zünsler mit einer Flügelspannweite von 16 bis 23 mm. Die Vorderflügel sind strohgelb bis hellbraun gefärbt und zeigen ein charakteristisches Längsstreifenmuster mit einem markanten hellen Medianstreifen, der von dunkleren Adern begleitet wird. Der wissenschaftliche Artname straminella leitet sich vom lateinischen stramen (Stroh) ab und verweist treffend auf diese typische Strohfärbung. Die Hinterflügel sind einfarbig hell, fast weißlich-grau. Im ruhenden Zustand legen die Falter die Flügel flach und eng am Körper an, was ihnen eine schlanke, langgestreckte Silhouette verleiht und hervorragende Tarnung im Grasbestand ermöglicht.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt offene Lebensräume wie Lichtungen, Magerwiesen, Trockenrasen und Wiesenbiotope, in denen verschiedene Süßgräser (Poaceae) als Nahrungspflanzen der Raupen wachsen. Agriphila straminella ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen Asiens verbreitet und gilt als häufige Art ihres Lebensraums. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli. In dieser Zeit sind die Falter vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.
Besonderheiten
Ein auffälliges Verhalten der nacht- und dämmerungsaktiven Falter ist die ausgeprägte Anziehung durch künstliche Lichtquellen, weshalb sie regelmäßig an Lampen und Lichtfallen beobachtet werden können. Die Raupen leben versteckt in selbst gesponnenen Röhren aus Gespinst und Grasteilchen dicht über dem Boden und fressen im Schutz dieser Röhre an Süßgräsern wie Quecke oder Rispengras. Diese Lebensweise schützt sie vor Fressfeinden. Agriphila straminella kann leicht mit anderen Arten der Gattung Agriphila verwechselt werden, etwa mit Agriphila tristella oder Agriphila selasella, die ähnliche Färbungen und Lebensräume aufweisen. Eine sichere Bestimmung ist oft nur durch genaue Betrachtung der Flügelzeichnung oder im Zweifel durch genitalmorphologische Untersuchung möglich.