Nierenfleckiger Kugelmarienkäfer (Chilocorus renipustulatus)

Nierenfleckiger Kugelmarienkäfer Chilocorus renipustulatus

Name

Nierenfleckiger Kugelmarienkäfer (Chilocorus renipustulatus)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 4–5 mm

Merkmale

Der Nierenfleckige Kugelmarienkäfer gehört zur Gruppe der Kugelmarienkäfer und fällt durch seinen stark gewölbten, nahezu kugelförmigen Körperbau auf. Die Flügeldecken sind schwarz und tragen auf jeder Seite einen auffälligen rötlich-orangen Fleck, der in seiner Form an eine Niere erinnert – daher der deutsche Name. Die Unterseite ist ebenfalls überwiegend schwarz. Im Vergleich zu vielen anderen Marienkäfern wirkt die Art kompakter und dunkler. Die Beine sind kurz und dunkel gefärbt.

Lebensraum

Der Nierenfleckige Kugelmarienkäfer besiedelt bevorzugt feuchte Lebensräume. Man findet ihn in Laubwäldern, an Uferbereichen von Gewässern, in Gärten sowie in Moor-Biotopen. Typischerweise hält er sich an Gehölzen und Sträuchern auf, die von Schildläusen befallen sind, etwa Weiden und Erlen. Die Aktivitätszeit der Imagines erstreckt sich von März bis Oktober.

Besonderheiten

Larven und Imagines ernähren sich überwiegend von Schildläusen, darunter die Weidenschildlaus (Chionaspis salicis), aber auch Blattläuse stehen auf dem Speiseplan. Damit ist die Art ein nützlicher natürlicher Gegenspieler von Pflanzenschädlingen und wird gelegentlich im biologischen Pflanzenschutz beachtet. Wie andere Marienkäfer setzt auch der Nierenfleckige Kugelmarienkäfer bei Bedrohung ein übelriechendes Hämolymphe-Sekret frei, das Fressfeinde abschreckt. Eine mögliche Verwechslung besteht mit dem nahe verwandten Doppelpunkt-Kugelmarienkäfer (Chilocorus bipustulatus), der ähnlich gefärbt ist, jedoch in trockeneren Habitaten vorkommt.