Nadelbaum-Marienkäfer (Aphidecta obliterata)
Name
Nadelbaum-Marienkäfer (Aphidecta obliterata)
Familie
Coccinellidae (Marienkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 3,5–5 mm
Merkmale
Der Nadelbaum-Marienkäfer ist mit 3,5 bis 5 mm Körperlänge ein eher kleiner Vertreter der Marienkäfer. Sein Aussehen weicht deutlich vom bekannten rot-schwarzen Muster vieler Verwandter ab: Die Flügeldecken sind hell gelbbraun bis ockerfarben und zeigen ein variables, oft verwischtes oder fast erloschenes dunkles Muster – daher auch der Artname obliterata (lateinisch für ausgelöscht). Der Halsschild ist ebenfalls hell gefärbt mit angedeuteter dunkler Zeichnung. Diese unscheinbare Färbung macht die Art auf Rinde und Nadeln schwer erkennbar.
Lebensraum
Der Nadelbaum-Marienkäfer ist eng an Nadelwälder gebunden und bevorzugt Bestände mit Kiefer, Fichte oder Tanne. Er ist von März bis Oktober aktiv und damit eine der früher im Jahr anzutreffenden Marienkäferarten. An warmen Frühlingstagen verlässt er bereits früh seine Winterquartiere. Die Art ist in ganz Mittel- und Nordeuropa verbreitet, in borealen Nadelwäldern teils häufig anzutreffen.
Besonderheiten
Sowohl Larven als auch adulte Käfer ernähren sich vorwiegend von Blatt- und Baumläusen und leisten damit einen nützlichen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Schädlingspopulationen in Nadelwäldern. Zur Überwinterung versammeln sich die Imagines in Gruppen unter loser Rinde – ein Verhalten, das bei Marienkäfern weit verbreitet ist und Schutz vor Frost bietet. Durch seine unscheinbare Färbung wird der Nadelbaum-Marienkäfer von Laien häufig nicht als Marienkäfer erkannt und bleibt bei Beobachtungen oft unbeachtet. Eine Verwechslung ist am ehesten mit anderen kleinen, hell gefärbten Coccinelliden möglich.