Zehnpunkt-Marienkäfer (Adalia decempunctata)

Larven und Imagines dieser Art ernähren sich von Blattläusen

Name

Zehnpunkt-Marienkäfer (Adalia decempunctata)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 3,5–5 mm

Merkmale

Der Zehnpunkt-Marienkäfer ist einer der variabelsten Marienkäfer Mitteleuropas – kaum eine andere Art zeigt eine solch ausgeprägte Farb- und Mustervielfalt. Die Grundfärbung der Flügeldecken reicht von hellgelb über orange bis leuchtend rot, mit in der Regel zehn schwarzen Punkten. Daneben existieren zahlreiche Farbformen, bei denen die Zeichnung stark reduziert oder sogar umgekehrt sein kann: schwarze Flügeldecken mit roten oder gelben Flecken sind keine Seltenheit. Der Halsschild ist hell mit dunkler Zeichnung. Die rundlich-ovale Körperform ist typisch für Marienkäfer. Larven sind dunkelgrau mit hellen Flecken und ebenfalls auf Blattlausjagd spezialisiert.

Lebensraum

Der Zehnpunkt-Marienkäfer besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und gilt als ausgesprochen anpassungsfähig. Man findet ihn an Waldrändern, auf Wiesen, in Hecken-Biotopen und in Gärten – überall dort, wo Blattlauskolonien an Sträuchern und krautigen Pflanzen vorkommen. Bevorzugt werden strukturreiche Landschaften mit einem Mix aus Gehölzen und offenem Grünland. Die Art ist von April bis Oktober aktiv.

Besonderheiten

Sowohl Larven als auch adulte Käfer ernähren sich räuberisch von Blattläusen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingskontrolle. Der Zehnpunkt-Marienkäfer ist in geeigneten Lebensräumen noch recht häufig und weit verbreitet, gilt in Mitteleuropa derzeit nicht als gefährdet. Wie alle Marienkäfer setzt er bei Bedrohung ein gelbliches, übelriechendes Sekret aus den Beingelenken frei – ein wirkungsvoller Schutz vor Fressfeinden. Verwechslungen sind aufgrund der extremen Variabilität vor allem mit dem Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) und dessen Melanismus-Formen möglich, weshalb eine genaue Betrachtung der Halsschild-Zeichnung hilfreich ist.