Vierbindiger Schmalbock (Leptura quadrifasciata)
Name
Vierbindiger Schmalbock (Leptura quadrifasciata)
Familie
Bockkäfer (Cerambycidae)
Körpergröße
Körperlänge 11–19 mm
Merkmale
Der Vierbindige Schmalbock ist ein schlanker, langestreckter Bockkäfer mit charakteristisch nach hinten verjüngten Flügeldecken. Die schwarzen Deckflügel tragen vier auffällige gelbe Querbinden, die der Art ihren Namen geben. Der Halsschild ist schwarz und dicht behaart. Besonders markant sind die langen, kräftigen Fühler – beim Männchen vollständig schwarz gefärbt, während die Weibchen an der Fühlerbasis teilweise aufgehellte, gelbliche Glieder aufweisen. Dieses Merkmal ermöglicht eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung im Feld. Die Beine sind überwiegend gelb-orange gefärbt.
Lebensraum
Der Vierbindige Schmalbock bewohnt feuchte Laubwälder, Hecken-Biotope sowie die Ufer- und Gewässerrandbereiche. Er ist von Juni bis August anzutreffen. Die Käfer besuchen bevorzugt Blüten von Doldenblütlern zur Pollen- und Nektaraufnahme, aber auch andere Blüten werden regelmäßig angeflogen. Ein Fundort in der Region Hannover ist beispielsweise das Wunstorfer Moor, wo die Art im Juni 2012 beobachtet wurde. Die Larven entwickeln sich in morschem oder totem Laubholz, bevorzugt in feuchten Lagen.
Besonderheiten
Wie viele Bockkäfer ist auch der Vierbindige Schmalbock auf strukturreiche Wälder mit ausreichend Totholz angewiesen, da die Larven zur Entwicklung auf abgestorbenes Laubholz angewiesen sind. Die Art gilt in weiten Teilen Mitteleuropas als nicht gefährdet, profitiert jedoch von naturnaher Waldbewirtschaftung mit Totholzanteil. Verwechslungen sind mit anderen Leptura-Arten möglich, etwa Leptura maculata, die jedoch abweichend gefärbte Binden aufweist. Natürliche Feinde sind Vögel, Spinnen und parasitoide Insekten.