Laubholz-Zangenbock (Rhagium mordax)

Man findet den Schwarzfleckigen Zangenbock in Laub- oder Mischwäldern

Name

Laubholz-Zangenbock (Rhagium mordax)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 13–22 mm

Merkmale

Der Laubholz-Zangenbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit einem gestreckten, leicht abgeflachten Körperbau. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist graubraun bis schwarzbraun, durchzogen von einem hellen, gelblich-weißen Haarmuster, das unregelmäßige Flecken und Querbinden bildet. Charakteristisch sind die deutlichen schwarzen Flecken auf den Deckflügeln, die dem Tier auch den Namen Schwarzfleckiger Zangenbock eingebracht haben. Die langen, kräftigen Fühler sind typisch für Bockkäfer, beim Laubholz-Zangenbock jedoch kürzer als der Körper. Die Beine sind robust und mit kleinen Dornen besetzt. Der Halsschild trägt seitliche Höcker, die der Art ein markantes Profil verleihen.

Lebensraum

Der Laubholz-Zangenbock besiedelt Laub- und Mischwälder, bevorzugt lichte Bestände mit einem guten Angebot an stehendem oder liegendem Totholz. Besonders häufig findet man ihn an alten Eichen, Buchen, Erlen und anderen Laubbäumen, deren Holz als Brutstätte der Larven dient. Die Käfer sind von Mai bis August aktiv und zählen damit zu den typischen Sommerwaldkäfern. Adulte Tiere halten sich gerne auf Blüten, besonders auf Doldenblütlern, auf, wo sie Pollen und Nektar aufnehmen. Sie sind tagaktiv und gut beobachtbar.

Besonderheiten

Der Name mordax stammt aus dem Lateinischen und bedeutet beißend oder bissig – ein Hinweis darauf, dass sich der Käfer bei Bedrohung wehren kann. Die Larven entwickeln sich unter der Rinde oder im Holz verschiedener Laubbäume und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Totholz. Als Totholzbewohner gilt die Art als Zeiger für naturnahe Waldstrukturen. Eine Verwechslung ist möglich mit dem Nadelholz-Zangenbock (Rhagium inquisitor), der jedoch vor allem in Nadelwäldern vorkommt und ein etwas abweichendes Zeichnungsmuster aufweist. Der Laubholz-Zangenbock gilt in Deutschland als nicht gefährdet, profitiert jedoch von einem naturnahen Waldmanagement mit ausreichend Totholzangebot.