Gelbbindiger Zangenbock (Rhagium bifasciatum)
Name
Gelbbindiger Zangenbock (Rhagium bifasciatum)
Familie
Bockkäfer (Cerambycidae)
Körpergröße
Körperlänge 12–22 mm
Merkmale
Der Gelbbindige Zangenbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit schlankem, länglich-flachem Körperbau. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist dunkelbraun bis schwärzlich, durchzogen von zwei auffälligen, gelblich-grauen Querbinden, die dem Tier seinen deutschen Namen verleihen. Die Oberfläche wirkt durch eine feine Behaarung matt und samtig. Die langen, kräftigen Fühler sind ein typisches Merkmal der Bockkäfer, beim Gelbbindigen Zangenbock erreichen sie jedoch nicht die extreme Länge mancher Verwandter. Die Beine sind robust und mit kräftigen Klauen ausgestattet.
Lebensraum
Die Art bewohnt lichte Wälder, Waldwege und Lichtungen, bevorzugt dort, wo Totholz von Nadel- oder Laubbäumen vorhanden ist. Besonders häufig ist sie an Fichten, Kiefern und Birken anzutreffen. Die Larven entwickeln sich im morschen Holz stehender oder liegender Bäume, wo sie sich durch das Splintholz fressen. Erwachsene Tiere sind von April bis Juli aktiv und besuchen gelegentlich Blüten zur Nahrungsaufnahme.
Besonderheiten
Die Larven des Gelbbindigen Zangenbocks benötigen etwa zwei Jahre für ihre Entwicklung im Totholz. Die Verpuppung erfolgt gegen Ende des Sommers in einer Puppenwiege im Holz. Der fertig entwickelte Käfer überwintert anschließend in der Puppenwiege und erscheint im darauffolgenden Frühjahr. Damit beträgt die Gesamtentwicklung von Ei bis zum aktiven Käfer etwa zwei bis drei Jahre. Die Art ist auch unter den Namen Zweistreifiger Zangenbock und Zweibindiger Zangenbock bekannt. Als holzbewohnende Art trägt sie zum Abbau von Totholz bei. Verwechslungen sind mit dem nahe verwandten Laubholz-Zangenbock (Rhagium mordax) möglich, der ähnliche Zeichnungsmuster aufweist.