Gelbbindiger Zangenbock (Rhagium bifasciatum)

Rhagium bifasciatum findet man von April bis Juli in lichten Wäldern

Name

Gelbbindiger Zangenbock (Rhagium bifasciatum)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 12–22 mm

Merkmale

Der Gelbbindige Zangenbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit schlankem, länglich-flachem Körperbau. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist dunkelbraun bis schwärzlich, durchzogen von zwei auffälligen, gelblich-grauen Querbinden, die dem Tier seinen deutschen Namen verleihen. Die Oberfläche wirkt durch eine feine Behaarung matt und samtig. Die langen, kräftigen Fühler sind ein typisches Merkmal der Bockkäfer, beim Gelbbindigen Zangenbock erreichen sie jedoch nicht die extreme Länge mancher Verwandter. Die Beine sind robust und mit kräftigen Klauen ausgestattet.

Lebensraum

Die Art bewohnt lichte Wälder, Waldwege und Lichtungen, bevorzugt dort, wo Totholz von Nadel- oder Laubbäumen vorhanden ist. Besonders häufig ist sie an Fichten, Kiefern und Birken anzutreffen. Die Larven entwickeln sich im morschen Holz stehender oder liegender Bäume, wo sie sich durch das Splintholz fressen. Erwachsene Tiere sind von April bis Juli aktiv und besuchen gelegentlich Blüten zur Nahrungsaufnahme.

Besonderheiten

Die Larven des Gelbbindigen Zangenbocks benötigen etwa zwei Jahre für ihre Entwicklung im Totholz. Die Verpuppung erfolgt im Herbst, doch die fertig entwickelten Käfer verlassen die sogenannte Puppen-Wiege erst im darauffolgenden Frühjahr – sie überwintern also noch als Vollinsekt im Holz. Damit ist die Gesamtentwicklung von Ei bis zum aktiven Käfer auf knapp drei Jahre angelegt. Die Art ist auch unter den Namen Zweistreifiger Zangenbock und Zweibindiger Zangenbock bekannt. Als holzbewohnende Art leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Totholz und zur Förderung der Artenvielfalt im Wald. Verwechslungen sind mit dem nahe verwandten Gekörnten Zangenbock (Rhagium mordax) möglich, der ähnliche Zeichnungsmuster aufweist.