Großer Breitkäfer (Abax parallelepipedus)

Abax parallelepipedus Lebensräume

Name

Großer Breitkäfer (Abax parallelepipedus)

Familie

Laufkäfer (Carabidae)

Körpergröße

Körperlänge 16–21 mm

Merkmale

Der Große Breitkäfer ist ein kräftig gebauter, flügelloser Laufkäfer mit einem auffällig breiten, abgeflachten Körper. Die Oberseite ist tiefschwarz und glänzend, die Flügeldecken zeigen deutliche Längsrillen. Die Beine sind vergleichsweise lang und kräftig, was dem Tier eine gute Laufgeschwindigkeit verleiht. Die Fühler sind fadenförmig und deutlich länger als der halbe Körper. Aufgrund seiner Flugunfähigkeit – die Hinterflügel sind vollständig reduziert – ist Abax parallelepipedus auf zusammenhängende Lebensräume angewiesen und gilt als schlechter Kolonisator isolierter Flächen.

Lebensraum

Der Große Breitkäfer bewohnt bevorzugt feuchte Laub- und Mischwälder sowie Hecken-Biotope mit dichter Bodenvegetation und reichlich Totholz. Er gilt als typischer Waldbewohner und meidet trockene, offene Flächen. Als Bodenbewohner hält er sich vor allem in der Streuschicht, unter Steinen, in Moos- und Moorpolstern sowie in Totholzstrukturen auf. Die Art ist von April bis September aktiv.

Besonderheiten

Abax parallelepipedus ist nachtaktiv und verbringt den Tag gut versteckt unter Steinen, in Totholz oder in Moorpolstern. Er ernährt sich räuberisch von Regenwürmern, Schnecken, Insektenlarven und anderen Bodentieren. Die Art überwintert als Imago im Boden oder unter Rinde. In geeigneten Habitaten ist sie noch weit verbreitet und gilt aktuell nicht als gefährdet. Dennoch reagiert sie empfindlich auf Waldzerschneidung und intensive Forstwirtschaft, da sie aufgrund ihrer Flugunfähigkeit neue Flächen nur langsam besiedeln kann. Verwechslungen sind möglich mit dem ähnlichen Abax ovalis, der jedoch etwas kleiner und schlanker gebaut ist.