Kiefernzweigbock (Pogonocherus fasciculatus)

Kiefernzweigbock Pogonocherus fasciculatus

Name

Kiefernzweigbock (Pogonocherus fasciculatus)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 5–8 mm

Merkmale

Der Kiefernzweigbock ist ein kleiner, gedrungen wirkender Bockkäfer mit charakteristisch gemusterter Oberseite. Die Flügeldecken zeigen eine braun-graue Grundfärbung mit unregelmäßigen hellen und dunklen Flecken, die dem Käfer eine rindenartige Tarnzeichnung verleihen. Auffällig sind die langen, kräftigen Fühler sowie büschelartige Haarbüschel auf den Flügeldecken, die der Gattung Pogonocherus ihren Namen geben – Pogon bedeutet im Griechischen Bart. Die Beine sind kräftig und gut zum Klettern auf Ästen und Rinde geeignet.

Lebensraum

Der Kiefernzweigbock besiedelt Nadel- und Mischwälder, wo er vor allem an geschwächten oder abgestorbenen Ästen von Nadelbäumen wie Kiefer, Fichte und Tanne zu finden ist. Seltener nutzt er auch Laubholzäste als Entwicklungssubstrat. Die Imagines überwintern und sind ab dem frühen Frühjahr aktiv. Erste Nachweise gelingen bereits im April, die Hauptaktivitätszeit erstreckt sich bis in den Frühsommer.

Besonderheiten

Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt an geschwächte oder frisch abgestorbene Nadelholzäste. Die Larven entwickeln sich unter der Rinde und ernähren sich vom Bast- und Splintholz. Nach abgeschlossener Larvalentwicklung verpuppen sie sich im Substrat selbst. Anders als viele andere Bockkäfer überwintern beim Kiefernzweigbock die fertig entwickelten Imagines. Die Art gilt als typischer Bestandteil naturnaher Wälder mit ausreichend Totholzanteil und ist ein Indikator für strukturreiche Waldbestände. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Arten der Gattung Pogonocherus, etwa dem sehr ähnlichen Pogonocherus hispidus, der ebenfalls in Wäldern vorkommt.