Dunkler Zierbock (Anaglyptus mysticus)

Die Imagines vom Dunklen Zierbock findet man in lichten Laubwäldern

Name

Dunkler Zierbock (Anaglyptus mysticus)

Familie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Körpergröße

Körperlänge 6–13 mm

Merkmale

Der Dunkle Zierbock ist ein mittelgroßer Bockkäfer mit auffällig gemustertem Körper. Grundfarbe und Zeichnung der Flügeldecken sind bei dieser Art sehr variabel – typisch sind jedoch helle, gelblich-weißliche oder rötliche Querbinden auf dunkelbraunem bis schwarzem Grund, die dem Käfer ein charakteristisches, gebändertes Erscheinungsbild verleihen. Die langen, geringelten Fühler sind ein typisches Merkmal der Bockkäfer und erreichen beim Dunklen Zierbock etwa Körperlänge. Der Halsschild ist dunkel gefärbt und trägt häufig ebenfalls helle Flecken oder Binden.

Lebensraum

Der Dunkle Zierbock besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder und gebüschreiche Offenlandschaften, wo blühende Stauden und Sträucher ausreichend Nahrung bieten. Besonders häufig ist er an Doldenblütlern und anderen Blütenpflanzen anzutreffen. Die Larven entwickeln sich in verpilztem Totholz verschiedener Laubbaumarten wie Eiche, Buche oder Hasel. Die Entwicklungszeit beträgt zwei Jahre. Die Imagines fliegen von Mai bis Juli und sind vor allem bei wärmeren Temperaturen und guter Sonneneinstrahlung aktiv.

Besonderheiten

Die erwachsenen Käfer ernähren sich von Pollen und Nektar und sind daher regelmäßig auf Blüten zu beobachten, was die Suche nach ihnen erleichtert. Als Totholzbewohner ist der Dunkle Zierbock auf das Vorhandensein von verpilztem Laubholz angewiesen und gilt damit als Indikator für strukturreiche, naturnahe Wälder. Die ausgeprägte Variabilität der Flügeldeckenzeichnung kann zu Verwechslungen mit verwandten Zierbockarten wie Anaglyptus subfasciatus führen, weshalb eine genaue Betrachtung der Binden und Fühlermerkmale wichtig ist. In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet, ist jedoch aufgrund des Rückgangs von Totholz in bewirtschafteten Wäldern regional seltener geworden.