Kleiner Birken-Fallkäfer (Cryptocephalus pusillus)

Kleiner Birken-Fallkäfer Cryptocephalus pusillus

Name

Kleiner Birken-Fallkäfer (Cryptocephalus pusillus)

Familie

Blattkäfer (Chrysomelidae)

Körpergröße

Körperlänge 2,5–3 mm

Merkmale

Der Kleine Birken-Fallkäfer gehört zu den winzigen Vertretern der Fallkäfer und erreicht eine Körperlänge von lediglich 2,5 bis 3 mm. Wie alle Cryptocephalus-Arten besitzt er einen gedrungenen, zylindrischen Körperbau mit einem charakteristisch zurückgezogenem Kopf, der von oben kaum sichtbar ist – daher der Name Fallkäfer, abgeleitet vom lateinischen kryptos (verborgen) und kephalé (Kopf). Die Oberseite zeigt eine metallisch glänzende, meist schwärzliche oder dunkel bronzefarbene Färbung, die Flügeldecken können feine Punktreihen aufweisen. Die Larven sind weichhäutig und cremefarben und schützen sich durch ein selbst gebautes Gehäuse aus Kot und Pflanzenmaterial.

Lebensraum

Der Kleine Birken-Fallkäfer besiedelt Laubwälder, Waldränder und Hecken-Biotope, bevorzugt in Gebieten mit Birken- und anderen Laubgehölzen. Die erwachsenen Käfer sind von Juni bis September aktiv und halten sich auf verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern auf, darunter Weide, Birke, Eiche und Pappel. Die Larven leben in einem selbst gebauten Gehäuse und ernähren sich von Blättern ihrer Wirtspflanzen; zur Überwinterung können sie sich in die Laubstreu zurückziehen.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Verhaltensanpassung zeigt die Art im Larvenstadium: Die Larven bauen sich ein schützendes Gehäuse aus eigenem Kot und Pflanzenmaterial, das als Tarnung und Schutz vor Fressfeinden dient. Bei Gefahr ziehen sie sich vollständig in dieses Gehäuse zurück. Dieses Verhalten ist typisch für alle Cryptocephalus-Arten und macht die Larven selbst für geübte Beobachter schwer erkennbar. Der Kleine Birken-Fallkäfer kann mit anderen kleinwüchsigen Cryptocephalus-Arten verwechselt werden, von denen es allein in Mitteleuropa mehrere Dutzend Vertreter gibt. Eine sichere Bestimmung erfordert oft eine genaue Untersuchung unter dem Mikroskop.