Maiglöckchenhähnchen (Lilioceris merdigera)
Name
Maiglöckchenhähnchen (Lilioceris merdigera)
Familie
Chrysomelidae (Blattkäfer)
Körpergröße
Körperlänge ca. 7 mm
Merkmale
Das Maiglöckchenhähnchen ist ein auffällig gefärbter Blattkäfer mit leuchtend rotem Halsschild und ebenso rot gefärbten Flügeldecken. Auch der Kopf und die Beine sind überwiegend rot bis rötlich gefärbt, wobei Knie und Tarsen teilweise dunkel sein können. Der Körper ist länglich-oval und wirkt insgesamt gedrungen. Die Flügeldecken tragen mehrere feine Punktreihen. Die Art ähnelt dem verwandten Lilienhähnchen (Lilioceris lilii), das ebenfalls leuchtend rot gefärbt ist, sich jedoch durch den schwarzen Kopf und die schwarzen Beine deutlich unterscheidet.
Lebensraum
Das Maiglöckchenhähnchen besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder sowie Gärten und Parks, bevorzugt dort, wo Lilien- oder Lauchgewächse als Nahrungsgrundlage vorhanden sind. Die Art ist von April bis August anzutreffen und damit über einen langen Zeitraum im Jahr aktiv. Sowohl Larven als auch ausgewachsene Käfer fressen an den Blättern von Liliengewächsen und Lauchpflanzen. In Zwiebelkulturen und Ziergärten kann die Art gelegentlich als Schädling in Erscheinung treten.
Besonderheiten
Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Maiglöckchenhähnchens ist seine Fähigkeit zur Stridulation: Die Imagines erzeugen durch einen speziellen Stridulationsapparat zirpende Geräusche, was bei Blattkäfern nicht selbstverständlich ist und vermutlich der Kommunikation oder Abschreckung von Fressfeinden dient. Die Larven schützen sich zusätzlich, indem sie sich mit ihren eigenen Exkrementen bedecken, was Fressfeinde abschreckt – ein Verhalten, das sich auch im Artnamen merdigera (lateinisch: Koträger) widerspiegelt.