Meerrettichblattkäfer (Phaedon cochleariae)
Name
Meerrettichblattkäfer (Phaedon cochleariae)
Familie
Blattkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
Körperlänge ca. 4 mm
Merkmale
Der Meerrettichblattkäfer ist ein kleiner, gedrungen wirkender Blattkäfer von etwa 4 mm Körperlänge. Die Oberseite ist metallisch glänzend, meist blaugrün bis blauviolett gefärbt. Ein auffälliges Bestimmungsmerkmal der erwachsenen Tiere sind die beiden ersten Fühlerglieder, die auf der Unterseite fast immer rötlich gefärbt sind. Im Unterschied zur nah verwandten Art Phaedon armoraciae fehlt dem Meerrettichblattkäfer eine Schulterbeule, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt. Die Fühler sind im übrigen Verlauf dunkel, die Beine variieren von teilweise hell bis dunkel.
Lebensraum
Die Art besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume und ist typischerweise in Sumpf-Biotopen, an Uferzonen von Bächen, Flüssen und Teichen sowie in sonstigen Feuchtgebieten anzutreffen. Als Nahrungspflanzen dienen vor allem Rorippa amphibia (Wasser-Sumpfkresse) und Nasturtium officinale (Brunnenkresse), an denen auch die Larven fressen und sich entwickeln. Der Meerrettichblattkäfer ist von Mai bis September aktiv und kann in dieser Zeit regelmäßig an geeigneten Standorten beobachtet werden. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet.
Besonderheiten
Der Meerrettichblattkäfer gilt als bedeutender Schädling im Feldbau, da er neben seinen natürlichen Wirtspflanzen auch Kulturpflanzen wie Kresse, Senf und gelegentlich Raps befallen kann. Sowohl die Larven als auch die Imagines fressen an den Blättern und hinterlassen charakteristische Fraßlöcher. Die Art überwintert als Imago unter Pflanzenmaterial oder in der Bodenstreu in der Nähe ihrer Feuchtlebensräume. Verwechslungen sind vor allem mit Phaedon armoraciae möglich, der jedoch eine deutliche Schulterbeule aufweist. Die Zugehörigkeit zur artenreichen Familie der Chrysomelidae macht eine genaue Betrachtung der artspezifischen Merkmale bei der Bestimmung unerlässlich.