Sechspunkt-Fallkäfer (Cryptocephalus sexpunctatus)

Sechspunkt-Fallkäfer Cryptocephalus sexpunctatus

Name

Sechspunkt-Fallkäfer (Cryptocephalus sexpunctatus)

Familie

Chrysomelidae (Blattkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Der Sechspunkt-Fallkäfer ist ein kleiner, gedrungener Blattkäfer mit zylindrischem Körperbau – typisch für die Gattung Cryptocephalus. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist gelb-orange bis rötlich-gelb, mit sechs schwarzen Punkten, die namensgebend das charakteristische Muster bilden. Der Halsschild ist meist dunkel gefärbt mit hellen Randsäumen, der Kopf ist tief in den Halsschild eingezogen.

Lebensraum

Die Art besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder, Wegränder und Hecken-Biotope, bevorzugt strukturreiche, besonnte Standorte mit vielfältigem Strauch- und Baumbestand. Als Nahrungspflanzen dienen Laubgehölze wie Eiche, Hasel, Birke und Weide, an deren Blättern die Käfer fressen. Auch die Larven entwickeln sich an diesen Gehölzen, wobei sie in selbst gebauten, tragbaren Kotköchern leben. Die Erscheinungszeit der adulten Tiere erstreckt sich von Mai bis Juli.

Besonderheiten

Wie alle Cryptocephalus-Arten baut das Weibchen für jedes Ei einen kleinen Kokon aus Kot, in dem sich die Larve geschützt entwickelt – ein faszinierendes, für diese Gattung typisches Brutfürsorgeverhalten. Eine häufige Verwechslungsart ist der Achtpunkt-Fallkäfer (Cryptocephalus octopunctatus), der sich durch eine abweichende Lage der Schultermakel und in der Regel acht statt sechs Punkte auf den Flügeldecken unterscheidet. Der Sechspunkt-Fallkäfer gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet, profitiert jedoch von strukturreichen Landschaften mit alten Hecken und lichten Wäldern. Intensive Landnutzung und das Verschwinden von Gehölzstrukturen können den Bestand regional beeinträchtigen.