Blattkäfer der Gattung Galerucella (Galerucella spec.)
Name
Blattkäfer der Gattung Galerucella (Galerucella spec.)
Familie
Blattkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
3–5 mm
Merkmale
Die Arten der Gattung Galerucella sind kleine, gedrungen gebaute Blattkäfer mit einer gelbbraunen bis rotbraunen Grundfärbung. Der Halsschild ist meist heller gefärbt als die Flügeldecken und trägt oft eine dunkle Mittellinie oder Fleckenzeichnung. Die Flügeldecken sind fein punktiert und können schwach behaart wirken. Charakteristisch ist der etwas abgeflachte Körperbau. Die einzelnen Arten der Gattung ähneln sich morphologisch so stark, dass eine sichere Bestimmung ohne mikroskopische Untersuchung – etwa der Genitalstrukturen – in der Regel nicht möglich ist.
Lebensraum
Galerucella-Arten besiedeln bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume wie Ufer von Gewässern, Feuchtwiesen, Röhrichte und Auenwälder. Viele Arten sind eng an bestimmte Wirtspflanzen gebunden, darunter Weidenröschen, Blutweiderich, Ampferarten oder Wasserpflanzen. Erscheinungszeit: Die Tiere sind je nach Art von April bis September anzutreffen, mit einem Schwerpunkt im Frühjahr und Frühsommer (Mai–Juli).
Besonderheiten
Die Gattung Galerucella umfasst in Mitteleuropa etwa ein Dutzend Arten, die sich habituell kaum unterscheiden und daher selbst für Experten eine Bestimmungsherausforderung darstellen – eine Fotodokumentation allein reicht zur sicheren Artbestimmung nicht aus. Einige Arten wie Galerucella calmariensis werden gezielt als biologische Bekämpfungsmittel gegen den invasiven Blutweiderich (Lythrum salicaria) eingesetzt. Larven und Adulte fressen an Blättern und hinterlassen typische Fraßspuren. Die meisten Arten gelten in Mitteleuropa als nicht gefährdet, sind jedoch auf intakte Feuchtbiotope angewiesen.