Fallkäfer Cryptocephalus nitidus
Name
Cryptocephalus nitidus
Familie
Blattkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
ca. 4 mm (Körperlänge)
Merkmale
Cryptocephalus nitidus ist ein kleiner, gedrungen gebauter Blattkäfer mit charakteristisch zylindrischem Körper – typisch für die Gattung der Fallkäfer. Die Oberseite glänzt metallisch grün bis blaugrün, teils mit kupferig schimmernden Reflexen. Der Kopf ist tief in den Halsschild eingezogen, was der Gattung ihren deutschen Namen eingebracht hat: Im Gefahrenfall lassen die Käfer sich fallen und ziehen Kopf und Beine ein, sodass sie einer kleinen Kotpille ähneln – eine effektive Schutzstrategie. Die Fühler sind fadenförmig, die Beine kräftig gebaut.
Lebensraum
Die Art besiedelt feuchte Laubwälder sowie deren Randbereiche, besonders dort, wo ihre Futterpflanzen Eiche und Weide vorkommen. Auch Auwälder und feuchte Waldlichtungen zählen zu bevorzugten Habitaten. Die Imagines sind von Mai bis Juli anzutreffen. Die Larven leben verborgen im Bodenstreu, wo sie sich von Detritus ernähren.
Besonderheiten
Cryptocephalus nitidus gilt in Deutschland als seltenere und teils gefährdete Fallkäferart, die aufgrund ihrer Biotopbindung an feuchte Wälder empfindlich auf Trockenlegung und forstliche Intensivnutzung reagiert. Die Larven schützen sich, indem sie ein röhrenförmiges Kotkotgehäuse um sich bauen, in dem sie sich entwickeln – ein charakteristisches Merkmal aller Cryptocephalus-Arten. Verwechslungen sind mit anderen metallisch grün glänzenden Fallkäfern der artenreichen Gattung möglich, etwa mit Cryptocephalus hypochaeridis oder Cryptocephalus aureolus. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Untersuchung der Genitalstrukturen.