Grüner Schildkäfer (Cassida viridis)
Name
Grüner Schildkäfer (Cassida viridis)
Familie
Blattkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
Körperlänge 8,5–10 mm
Merkmale
Der Grüne Schildkäfer ist auf der Oberseite einheitlich leuchtend grün gefärbt – eine Tarnung, die ihn auf seinen Futterpflanzen nahezu unsichtbar macht. Typisch für Schildkäfer ist die stark verbreiterte, flache Körperform: Halsschild und Flügeldecken sind zu einem schildartigen Umriss erweitert, der die Beine und den Kopf von oben vollständig verdeckt. Bei Cassida viridis ist das Halsschild charakteristisch schmaler als die Flügeldecken – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten. Die Unterseite ist hell gelblich bis grünlich. Die Fühler sind fadenförmig.
Lebensraum
Der Grüne Schildkäfer besiedelt feuchte bis halbschattige Lebensräume wie Waldränder, Ufergehölze, Bachsäume und Feuchtwiesen. Er ist eng an das Vorkommen seiner Futterpflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gebunden, darunter Ziest (Stachys), Hohlzahn (Galeopsis) und Minze (Mentha). Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Die Imagines sind von April bis August zu beobachten.
Besonderheiten
Wie andere Schildkäfer auch kann Cassida viridis bei Bedrohung die Beine eng an den Körper ziehen und sich flach auf ein Blatt pressen – eine effektive Schutzstrategie gegen Fressfeinde. Die Larven des Grünen Schildkäfers leben ebenfalls an Lippenblütlern und tragen ihre eigenen Häutungsreste sowie Kot als Schutzschild auf dem Hinterleib, dieser wird ständig mitgeführt und kann über den Rücken geklappt werden. Er dient vermutlich als Schutz gegen Räuber, Parasiten und möglicherweise auch gegen Austrocknung.