Sandbiene Andrena spec.

Männliche Sandbiene auf einer Lichtung im Haster Wald

Name

Andrena spec.

Familie

Andrenidae (Sandbienenartige)

Körpergröße

8–17 mm (je nach Art)

Merkmale

Sandbienen sind mittelgroße bis kleine Solitärbienen mit einem oft dicht behaarten Körper. Die Färbung variiert je nach Art erheblich: von schwarz über braun bis hin zu rotbraun oder mit hellen Binden auf dem Hinterleib. Männchen sind in der Regel schlanker und kleiner als Weibchen und besitzen häufig auffällig helle Gesichtshaare. Ein sicheres Merkmal der Gattung Andrena sind die tiefen Furchen (Subantennalfurchen) seitlich der Fühlerwurzel, die unter der Lupe gut erkennbar sind. Die Beine der Weibchen tragen spezielle Sammelhaare (Scopae) an den Hinterbeinen.

Lebensraum

Sandbienen besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen: Waldränder, Lichtungen, Gärten, Magerwiesen, sandige Böder und strukturreiche Offenlandschaften. Sie nisten meist im Erdboden, häufig in sandigen oder lehmigen Böden mit lückiger Vegetation. Die Flugzeit erstreckt sich je nach Art von Februar bis August, wobei viele Arten ausgeprägte Frühjahrsflugzeiten haben. Männchen erscheinen in der Regel einige Tage vor den Weibchen. Das abgebildete Männchen wurde im Juni 2013 auf einer Lichtung im Haster Wald beobachtet.

Besonderheiten

Mit über 100 Arten allein in Deutschland ist Andrena die artenreichste Bienengattung Mitteleuropas – und eine der schwierigsten bei der Bestimmung. Selbst Experten benötigen oft mikroskopische Untersuchungen und Bestimmungsschlüssel, um Arten sicher zu unterscheiden. Besonders Männchen sind kaum ohne genaue Analyse zuzuordnen. Viele Sandbienen sind oligolektisch, sammeln also Pollen nur von bestimmten Pflanzengruppen, und gelten damit als wichtige Bestäuber. Einige Arten sind inzwischen selten oder gefährdet, vor allem durch Verlust blütenreicher Lebensräume und Rückgang geeigneter Nisthabitate.